Banner
 

RheinMainTaunus

OnlineMagazin

WirtschaftUnternehmen › 602 Millionen Euro in 2008

602 Millionen Euro in 2008

Beeindruckender Investitions-Rekord im Industriepark Höchst

18.01.09 || FRANKFURT-HÖCHST (Dezember 2008) - Neuer Investitionsrekord im Industriepark Höchst: Im Jahr 2008 investieren die rund 90 Standortgesellschaften mehr als 602 Millionen Euro im Industriepark Höchst. Somit beläuft sich die Summe der Investitionen allein für die Jahre 2007 und 2008 auf mehr als eine Milliarde Euro, seit dem Jahr 2000 ergibt sich eine Summe von mehr als 3,7 Milliarden Euro.

Bild 1Stolze Zahlen, die Jürgen Vormann und Dr. Roland Mohr, Geschäftsführer der Industriepark-Betreibergesellschaft Infraserv Höchst, bekannt geben konnten. Bei dieser Gelegenheit präsentierte Infraserv Höchst zwei neue Energieversorgungs-Projekte, die in den kommenden Jahren realisiert werden und auch einen Beitrag zur resourcenschonenden Energieversorgung leisten.

Denn rekordverdächtig ist der Industriepark Höchst nicht nur bei den Investitionen, sondern auch bei der Reduzierung der CO2-Emissionen: 400.000 Tonnen Kohlendioxid werden jährlich durch die konsequente Nutzung der Abwärme aus Industrieanlagen und die Kraft-Wärme-Kopplung eingespart.

Umweltschonende Kraft-Wärme-Kopplung


„In dem die Abwärme aus den chemischen Produktionen und Verbrennungsanlagen in das Wärmeversorgungsnetz des Standortes eingespeist wird und rund 20 Prozent des Wärmebedarfs des Industrieparks deckt, reduzieren wir den CO2-Ausstoß jährlich um 210.000 Tonnen pro Jahr", erklärte Dr. Roland Mohr. Weitere 190.000 Tonnen der klimaschädlichen Emissionen werden durch die konsequente Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) eingespart. So erreichen die bestehenden Energieerzeugungsanlagen im Industriepark Höchst, die außer Strom vor allem Dampf für die Produktionsanlagen der Standortgesellschaften erzeugen, einen Brennstoffnutzungsgrad von mehr als 90 Prozent. Herkömmliche Kohlekraftwerke, die ausschließlich der Stromerzeugung dienen, kommen lediglich auf 40 bis 45 Prozent. Auch die neue Ersatzbrennstoff-Anlage wird in Kraft-Wärme-Kopplung betrieben, so dass sich die Summe der eingesparten Kohlendioxid-Emissionen mit der Inbetriebnahme der Anlage weiter erhöhen wird.

70 Millionen Euro für neue Gasturbinen-Anlage


Auch das nächste Großprojekt, das Infraserv Höchst jetzt vorstellte, ist ein Baustein im Konzept der nachhaltigen Energieversorgung des Standortes: Infraserv Höchst wird eine neue Gasturbinen-Anlage errichten, die aus zwei Gasturbinen mit jeweils 45 Megawatt elektrischer Leistung bestehen wird. 70 Millionen Euro werden in die neue Anlage investiert, in der beide Turbinen in einem gemeinsamen Abhitzekessel Dampf erzeugen, der anschließend in den bestehenden Dampfturbinen zur Stromerzeugung genutzt und in das Dampfversorgungsnetz des Industrieparks eingespeist wird. „Es handelt sich um eine hocheffiziente und dementsprechend Ressourcen schonende Anlage", erläuterte Dr. Roland Mohr. „Ein herkömmliches Konzept wäre im Vergleich zu der geplanten Gasturbinen-Anlage deutlich billiger, doch die Summe der strombedingten CO2-Emissionen wäre fast doppelt so hoch. Im Vergleich werden bei der neuen Anlage 224.000 Tonnen CO2 pro Jahr weniger emittiert", erläuterte Dr. Roland Mohr. Infraserv Höchst investiert also in eine ökologisch sinnvolle Lösung, um die eigenen Energieerzeugungskapazitäten am Standort zu erweitern und die Abhängigkeit von den externen Strommärkten zu reduzieren.

Dabei setzt Infraserv Höchst durch die Kombination des bestehenden Kohlekraftwerkes, das wie alle anderen Energieerzeugungs-Anlagen auch in Kraft-Wärme-Kopplung betrieben wird, mit der Ersatzbrennstoff-Anlage und der neuen Gasturbinen-Anlage bei den Energieträgern auf einen vielseitigen Mix.

Umweltfreundliches Bioerdgas aus dem Industriepark Höchst


Als weiteres Projekt präsentierte Dr. Roland Mohr die neue Bioerdgas-Aufbereitungsanlage, die Infraserv Höchst gemeinsam mit der Mainova EnergieDienste GmbH errichten wird. In dieser fünf Millionen Euro teuren Anlage soll ab 2011 das Rohbiogas, das in der Biogasanlage von Infraserv Höchst aus Klärschlämmen sowie organischen Abfällen erzeugt wird, auf Erdgasqualität aufbereitet und in das öffentliche Netz eingespeist werden. Bis zu 80.000 Megawattstunden (MWh) Bioerdgas aus dem Industriepark Höchst werden dann dazu beitragen, dass weniger konventionelles Erdgas benötigt und der Kohlendioxid-Ausstoß somit reduziert wird. Die Menge von 80.000 MWh entspricht dem Jahresverbrauch von 4.000 Einfamilienhäusern. Auch die Produktion von Bioerdgas im Industriepark Höchst ist somit ein Stück praktizierter Klimaschutz.

Infraserv Höchst-Gruppe macht mehr als eine Milliarde Euro Umsatz


„Infraserv Höchst blickt auf ein erfolgreich verlaufenes Geschäftsjahr zurück", berichtete Jürgen Vormann eingangs zunächst über die Geschäftsentwicklung der Infraserv Höchst-Gruppe, die bis zum Jahresende bei den Umsatzerlösen die Milliardengrenze überschreiten wird - 1,057 Milliarden Euro werden erwartet, was im Vorjahresvergleich einer Steigerung von 17,3 Prozent entspricht. Rund 958 Millionen Euro hiervon entfallen auf die Infraserv GmbH & Co. Höchst KG, die fast 19 Prozent Umsatzsteigerung erzielte. Mit 2700 Mitarbeitern weist das Unternehmen inklusive der Tochtergesellschaften Infraserv Logistics, Provadis und Technion einen stabilen Stammpersonal-Bestand auf. Derzeit bildet die Infraserv Höchst-Gruppe 199 junge Menschen aus, 68 Berufsanfänger nahmen im Herbst ihre Ausbildung auf.

Der Industriepark Höchst hat die wirtschaftlich erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre auch in 2008 fortsetzen können: Insbesondere im Südteil werden derzeit mehrere Großprojekte realisiert, von der Ansiedlung der Ticona-Produktionsanlage über den Bau der Ersatzbrennstoff-Anlage bis hin zum Bau einer neuen Luftzerlegungsanlage durch die italienische Firma Sol. Bereits in Betrieb genommen wurden die Pen-Fertigungsanlage sowie ein neues Hochregallager der Firma Sanofi-Aventis, das Neue Logistik Center von Infraserv Logistics oder der Verwaltungs-Neubau von Bayer CropScience. Durch die Vielzahl der Projekte ergibt sich mit 602 Millionen Euro eine Rekord-Investitionszahl für den Standort, die den bisherigen Spitzenwert von 450 Millionen Euro aus dem Jahr 2001 klar in den Schatten stellt. „Es ist gerade angesichts der sich verschlechternden konjunkturellen Rahmenbedingungen sehr erfreulich, dass wir ein derartiges Investitionsniveau am Standort verzeichnen können", kommentierte Jürgen Vormann die Zahlen. Er betonte, das Infraserv Höchst als Unternehmen in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen umgesetzt habe, um auch für wirtschaftlich schwierige Zeiten gerüstet zu sein. „Wir werden unsere Bestrebungen in Bezug auf die kontinuierliche Effizienzsteigerung konsequent fortsetzen, um unsere ausgezeichnete Wettbewerbsposition als Standortbetreiber zu festigen und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden zu stärken."