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Entwicklungszentrum bleibt nach Übernahme in Rüsselsheim

Opel und Segula Technologies vereinbaren strategische Partnerschaft Auftragsschwund führte zur Opel-Entwicklungschef Müller: „Unser Rüsselsheimer Entwicklungszentrum bleibt das Herz der Marke Opel"           von Ralph Delhees

15.11.18 || altRÜSSELSHEIM (15. November 2018) - Vor knapp zweieinhalb Monate hatte die Groupe PSA und Opel den Gesamtbetriebsrat der Opel Automobile GmbH über eine mögliche strategische Partnerschaft mit dem Entwicklungsdienstleister Segula Technologies informiert. Jetzt haben Opel und Segula Technologies den Vertrag über eine strategische Partnerschaft Unterschrieben. Über den Kaufpreis gibt es von beiden Seiten keine Äußerung. Mit der Übernahme des Entwicklungszentrums ist ein wichtiger Schritt getan, um an den Standorten Rüsselsheim und Dudenhofen dauerhaft hochqualifizierte Arbeitsplätze im Bereich Forschung und Entwicklung zu sichern. Grund der Partnerschaft ist es den deutlichen Rückgängen an Aufträgen durch externe Unternehmen, was zu Überkapazitäten im Rüsselsheimer Entwicklungszentrum führt, entgegenwirken.

Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Quartal 2019 erwartet. Zu den finanziellen Details haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Wichtig war unteranderem, dass es keine Kündigungen gibt. Segula Technologies plant, in Rüsselsheim einen europäischen Engineering-Campus und ein Center of Excellence zu errichten. Hierfür sollen bis zu 2.000 Mitarbeiter des Rüsselsheimer Entwicklungszentrums sowie Anlagen der Fahrzeug- und Antriebsentwicklung übernommen werden. Der bis Juli 2023 vereinbarte Kündigungsschutz für die Beschäftigten hat weiterhin Bestand. Die Gespräche und Verhandlungen mit den Sozialpartnern werden weiter fortgesetzt.

Die Groupe PSA bekräftigt, dass das Rüsselsheimer Entwicklungszentrum auch nach dem Abschluss der Transaktion im Zentrum der globalen R&D-Aktivitäten des Konzerns stehen wird. Es wird wettbewerbsfähig aufgestellt sein und so auch weiterhin das Design und die Entwicklung der künftigen Opel- und Vauxhall-Modelle verantworten. Zudem wird das Entwicklungszentrum für die konzernweite Entwicklung der leichten Nutzfahrzeuge und einer neuen Motorenfamilie zuständig sein. In insgesamt 15 Kompetenzzentren werden weitere wichtige Aufgaben für den gesamten Konzern übernommen, etwa für Themen wie die Brennstoffzellenentwicklung.

Ziel : Weltweit führender Dienstleister für automobile Lösungen zu werden


Opel CEO Michael Lohscheller äußerte sich bereits vor Wochen: „Vor dem Hintergrund des drastischen Rückgangs an Arbeitsaufträgen durch externe Unternehmen in unserem Entwicklungszentrum haben wir verschiedene Lösungen untersucht. Als verantwortungsbewusstes Management-Team ist es unsere Pflicht und Priorität, hart dafür zu arbeiten, am Standort Rüsselsheim hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Entwicklung zu sichern. Was jetzt mit der strategischen Partnerschaft gelungen ist.

Laurent Germain, Group Managing Director von Segula Technologies, ergänzte hierzu: „Die potenzielle strategische Partnerschaft ist der Schlüssel für das Erreichen unseres Ziels: bis 2023 der weltweit führende Dienstleister für automobile Lösungen zu werden. Mit dem Aufbau eines zentralen Entwicklungszentrums in Rüsselsheim würden auch neue Bereiche außerhalb der Automobilindustrie abgedeckt werden, um unsere weltweiten Kunden zu bedienen. Die anerkannte Stärke der Opel-Ingenieure in Kombination mit dem Know-how von Segula Technologies würde es uns ermöglichen, neue Standards zu setzen. So würden wir langfristig zur Entwicklung der lokalen Wirtschaft beitragen und die Erwartungen unserer Kunden in allen unseren Tätigkeitsbereichen erfüllen."

Opel-Entwicklungschef Christian Müller: „Unser Rüsselsheimer Entwicklungszentrum bleibt das Herz der Marke Opel. Unsere Ingenieure werden hier die zukünftigen Opel-Modelle designen und entwickeln.