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Erste Einigungsgespräche zwischen Lufthana und Fraport ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung

Gütliche Vereinbarungen über kurzfristige Kostenentlastungen unterzeichnet - Ziel ist ist eine Intensivierung des Standorts Frankfurt           von Karl-Heinz Stier

05.07.17 || altaltFRANKFURT (05. Juli 2017) - Lufthansa und Fraport schlagen ein neues Kapiel ihrer Zusammenarbeit auf. Nach einem auch öffentlich ausgetragenen Streit über verbilligte Start- Landegebühren für Low-Cost- Flieger, dem Abzug größerer Maschinen der LH von Frankfurt nach München stehen die Zeichen beider Großunternehmen wieder auf gütliche Vereinbarungen. So haben beide Aktiengesellschaften eine erste vergleichsweise Einigung über kurzfristige Kostenentlastungen unterzeichnet. Beide Partner schaffen damit die Voraussetzung für weiteres Wachstum der Lufthansa am Standort. Zugleich ermöglicht die Vereinbarung den Einstieg in weitere Gespräche über eine mittel- und langfristige Partnerschaft.

Frankfurt - der größte Heimatflughafen der Lufthansa. Foto: Fraport

So wollen Lufthansa und Fraport künftig nach einer gemeinsam herausgegbenen Presseerklärung Potenziale zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung konsequent gemeinschaftlich nutzen. Im Detail geht es zum Beispiel darum, die bestehende Infrastruktur besser auszulasten und Kosten durch eine bessere Vorplanung der Passagierentwicklung zu reduzieren. Lufthansa und Fraport werden außerdem die Kundenansprache intensiver koordinieren, um dadurch die Angebote im Non-Aviation-Bereich zu optimieren. Mit diesem Maßnahmenpaket sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass Lufthansa auch in den kommenden Jahren in Frankfurt weiter wachsen kann.

„Wir wollen gemeinsam Kostensenkungs- wie auch Wachstumspotenziale und damit neue Erlösquellen erschließen, um die Zukunftsfähigkeit und dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Frankfurt abzusichern. Dazu haben wir eine Vielzahl von Themenfelderngefunden, an denen wir jetzt weiter arbeiten wollen", erklärt Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. Und die Lufthansa meint dazu: „Diese Einigung ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und der Auftakt zu weiteren Gesprächen, die eine mittel- und langfristige Intensivierung unserer Partnerschaft zum Ziel haben", sagt Harry Hohmeister, Mitglied des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG, verantwortlich für das Ressort Hub Management. Beide Unternehmen werten die Vereinbarung als Neustart für noch intensivere Beziehungen. Mit der Unterzeichnung werde ein neues Kapitel der Zusammenarbeit aufgeschlagen.

Um auch im Jahr 2018 Wachstum am Frankfurter Flughafen zu fördern, plant Fraport, für das kommende Jahr keinen neuen Entgeltantrag zu stellen. Der bestehende Entgeltantrag würde dann weiterhin Bestand haben.