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Positives Messesignal in schwerer Zeit

Hohe Zufriedenheit mit Messeergebnissen bei Ausstellern und Besuchern

21.01.09 || Frankfurt (17. Januar 2009) - Entgegen der schlechten Ausgangslage kamen auf der ersten Messe des Jahres 2009, der Heimtextil, die Aussteller wie auch die Besucher voll auf ihre Kosten. Insgesamt verzeichnete die Heimtextil 2.721 Aussteller aus 64 Ländern. Sie ist damit die größte internationale Fachmesse für Wohn- und Objekttextilien.

Die große Zufriedenheit mit der Messeteilnahme zeigte sich insbesondere im Angebotsbereich Tapete und Wandbekleidung, bei Bettwäsche und Bettwaren sowie bei den Ausstellern in den Premiumsegmenten Asian Vision und den Anbietern in der Objektaustattung.

Besonders zufrieden stimmte die Aussteller die gute Frequenz und Entscheiderqualität der Besucher. Außer den traditionell stark vertretenen Besuchergruppen des Handels, des Handwerks, der Raumausstattung, aus dem Interieur Design und der Industrie kamen in diesem Jahr mehr Fachleute aus Architektur, Hotellerie und Klinikausstattung zur Heimtextil.

Das reichhaltige Produkt- und Themenangebot der Heimtextil 2009 stimmte auch die Besucher hoch zufrieden: 91 Prozent der Befragten sowohl aus dem In- und Ausland gaben diese Bewertung ab.

Neue Orientierung durch Nachhaltigkeit und Innovationen

Die Resonanz während der Messe bestätigte die Prognose der kurz zuvor befragten Aussteller der Heimtextil der Jahre 2008 und 2009: Befragt zu den Faktoren, die ihren Umsatz im Jahr 2009 positiv beeinflussen werden, nannten sie neue Einrichtungstrends und sich beschleunigende Konsumzyklen sowie Nachhaltigkeit als Kriterium für Kaufentscheidungen.

Ganz im Trend mit diesen Leitthemen der Branche hatte die Heimtextil diesen Innovationen und ihrer Verknüpfung mit der designorientierten Objekteinrichtung und den Anforderungen, die der Industrie und dem Handel zukünftig aus Verbraucher- und Architektenkreisen gestellt werden, zwei international besetzte Vortrags- und Präsentationsareale geboten. Die Resonanz war überwältigend.

Insbesondere das Interesse der Heimtextil-Besucher an den Werten und Methoden nachhaltigen Wirtschaftens war enorm. „Ich habe in vielen Gesprächen sowohl mit Vertretern aus Industrie als auch dem Handel gehört, wie wichtig eine solche Neuausrichtung gesehen wird. Die Qualitätssicherung und Transparenz für nachhaltige Vorgehensweisen in Produktion und Lieferkette wird für unseren Markt ein konkreter, und wichtiger erster Schritt sein. Und die Heimtextil hat das Verdienst, dass sie sich als größtes 'Schaufenster' für den Wohntextilmarkt dieses komplexen Themas für die Weiterentwicklung unserer Branche annimmt", sagt Niels Hother Madsen, Referent des Vortragsprogramms "Eco Luxury, Green Business und Innovation", Hauptabteilungsleiter für Administrativen Einkauf, Logistik und Social Compliance bei Dänisches Bettenlager.

Zum Thema „Design meets Sustainability" referierten unter anderem Experten wie Professor Dr. Michael Braungart („Cradle to cradle"). Reinhard Backhausen präsentierte die erste nach Cradle to cradle-Kriterien gefertigte Dekostoff-Kollektion der Welt für den Einsatz im Wohn- und Objektbereich mit Trevira CS-Material.

Die Haustextilien stehen dem in nichts nach: Die österreichische Firma Framsohn Frottier zeigte das weltweit erste „Niedrigenergie-Handtuch". Schon bei der Produktion werden 30 Prozent weniger Chemikalien verwendet, Weichmacher entfallen ganz. So entsteht ein Handtuch, das sowohl in der Herstellung als auch in der Verwendung ökologisch ist, weil es Wasser und Waschmittel sparen hilft.

Textile Objekteinrichtung hat ihren Marktplatz auf der Heimtextil

Mehr als 350 Aussteller aus allen Angebotsbereichen nahmen aktiv an der Marketinginitiative „Contract Creations" der Heimtextil teil und erleichterten Besuchern aus Architektur, Interieur Design und Planung den Zugang zu neuen, textilen Materialwelten. Janine Tsias, Dipl.-Ing. Innenarchitektin, Farbdesigner BEF, Faust Consult, Wiesbaden: „Ich bin für die Ausstattung großer Krankenhäuser im arabi-schen Raum zuständig. Und dort wird sehr viel mehr Geld für die In-nenausstattung ausgegeben als in Deutschland. Auf der Heimtextil finde ich die dekorativen Stoffe, die ich suche. Eine große Hilfe ist für mich der Contract Guide und der AIT Architekten-Rundgang."

Der Heimtextil Trend begeisterte die Branche mit sechs Trendaussagen, die Visionen für das Design der kommenden Wohnsaison unter dem Titel „Expect the Unexpected" vorausschickten und für ihre inspirierende und „griffige" Aufbereitung im Trendforum und dem neu als Magazin mit Arbeitsunterlage konzipierten Trend-Buch gelobt wurden. Das Trendforum hat in diesem Jahr mehr Besucher angezogen als in den Jahren zuvor. Ein großer Erfolg für die Mitglieder des Trendtable, der in diesem Jahr unter der Ägide des Stijlinstituut Amsterdam stand.

Die Innenstadt-Aktion Heimtextil goes City brachte den End-verbrauchern am Messesamstag in der Frankfurter City die einmalige Gelegenheit, die neuesten Messetrends ganz aktuell zu erleben und zu kaufen: 30 Raumausstatter, Bettenfachgeschäfte, Werkstätten, Buchhandlungen und der Palmengarten öffneten in Frankfurt am Main hierzu ihre Pforten und gewährten erste Einblicke in die textilen Trends der Fachmesse und die Welt der Naturfasern. (mfhtex)