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Deutsche Bank: Verlust nach Steuern von 3,9 Mrd Euro im Jahr 2008

Verlust vor Steuern von 5,7 Mrd Euro - Dividendenvorschlag von 50 Cent je Aktie

05.02.09 || FRANKFURT (5. Februar 2009) - Die Deutsche Bank hat heute noch nicht testierte Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2008 vorgelegt. Die Ergebnisse stehen im Einklang mit den bereits am 14. Januar vermeldeten Eckdaten zum vierten Quartal 2008.

Für das Geschäftsjahr 2008 wies die Bank einen Verlust nach Steuern von 3,9 Mrd € und einen Verlust vor Steuern von 5,7 Mrd € aus. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) betrug minus 7,61 € nach plus 13,05 € im Vorjahr. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern nach Zielgrößendefinition (bezogen auf das Active Equity) lag bei minus 20% gegenüber plus 26% im Vorjahr.

Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Dividende von 50 Cent je Aktie vorgeschlagen, nach 4,50 € für 2007. Die Tier-1 Kapitalquote nach Basel II lag zum Jahresende 2008 bei 10,1%. Ende 2007 hatte diese - nach Basel I - bei 8,6% gelegen. Das Tier-1Kapital nach Basel II betrug zum Jahresende 2008 31,1 Mrd €, nach 28,3 Mrd € zum Jahresschluss 2007 (berichtet nach Basel I).

Für das vierte Quartal 2008 wies die Bank einen Verlust nach Steuern von 4,8 Mrd € aus, verglichen mit einem Nachsteuergewinn von 1,0 Mrd € im entsprechenden Vorjahresquartal. Vor Steuern belief sich der Verlust auf 6,2 Mrd €, nach einem Vorsteuergewinn von 1,4 Mrd € im 4. Quartal 2007.


"Wir sind absolut unzufrieden"
Dr. Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, sagte: "Wir sind absolut unzufrieden mit unserem Ergebnis im vierten Quartal und dem daraus resultierenden Verlust im Gesamtjahr 2008. Die zuvor nie erlebten Marktverhältnisse in diesem Quartal haben einige Schwächen in unserem Geschäftsmodell offenbart. Deshalb ändern wir unsere Aufstellung in einigen Geschäftsfeldern."

Risikopositionen abgebaut
"Die Tier-1 Kapitalquote der Bank blieb im Einklang mit unserer Zielsetzung über 10 Prozent und ist damit höher als zu Beginn der Krise. Wir haben die Relation von Bilanzsumme zu Eigenkapital (Leverage Ratio) deutlich reduziert und unsere veröffentlichte Zielmarke hier sogar vorzeitig übertroffen. Ebenso haben wir bestimmte Risikopositionen aus der Vergangenheit und Handelsaktiva deutlich abgebaut und die Kosten in den von den Marktturbulenzen am stärksten betroffenen Bereichen konsequent angepasst."

Große herausforderungenin der Zukunft
"Für die nächste Zeit sehen wir weiterhin sehr schwierige Bedingungen für die Weltwirtschaft und damit große Herausforderungen für unsere Kunden wie auch für unsere Branche. Wir stehen auch künftig fest zu unserem Geschäftsmodell: Im Investmentbanking sind wir Marktführer in Geschäftsbereichen, die sich auch in der Krise gut entwickelt haben. Vom Wert und der strategischen Bedeutung unserer stabilen Geschäftsbereiche bleiben wir überzeugt.

Unsere solide Kapitalposition und stabile Liquiditäts- sowie Finanzierungsbasis sind ebenfalls wichtige Stützpfeiler in schwierigen Zeiten. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Deutsche Bank aus der gegenwärtigen Krise erfolgreich hervorgehen wird. Weil das Vertrauen und die Unterstützung unserer Aktionäre für uns zentral sind, schlagen wir für das Geschäftsjahr 2008 eine Dividende von 50 Cent pro Aktie vor. Damit setzen wir ein Zeichen unserer Zuversicht in die weitere Entwicklung der Bank." (deuba)