Banner
 

RheinMainTaunus

OnlineMagazin

VermischtesSport › Kunstrasenplatz binnen zwei Wochen wieder bespielbar

Kunstrasenplatz binnen zwei Wochen wieder bespielbar

Mit einer Spezialmaschine muss das schadhafte Granulat zwischen den künstlichen Grashalmen herausgeholt werden

20.08.09 || FLÖRSHEIM (19. August 2009) - Das Ergebnis der gestrigen Begehung des vom SV 09 Flörsheim genutzten Kunstrasenplatzes an der Mainbrücke stimmt Ersten Stadtrat Markus Ochs optimistisch. „Von Entwarnung zu sprechen wäre womöglich verfrüht, doch nach Lage der Dinge wird der Platz voraussichtlich in spätestens zwei Wochen wieder bespielbar sein", sagt Flörsheims Sportdezernent.

Ochs hatte gestern die am Sportplatzbau beteiligten Firmen sowie den Sportverein zu einem Ortstermin mit der Stadtverwaltung auf den Kunstrasenplatz gebeten. Dort begutachtete man den durch verklebtes Granulat entstandenen Schaden und besprach das weitere Vorgehen. Demnach wird die Firma Desso, die den Kunstrasen geliefert hat, in der kommenden Woche eine Spezialmaschine aus der Schweiz heranschaffen, die mittels Bürsten und Luftdruck das schadhafte Granulat zwischen den künstlichen Grashalmen herausholen soll. Da dies nach Angaben von Desso bei acht anderen Sportplätzen, die dasselbe Problem hatten, sehr gut funktioniert habe, zeigt sich Erster Stadtrat Markus Ochs „zuversichtlich, dass dies auch beim Sportplatz des SV 09 der Fall sein wird." Nach der Entfernung des verklebten Füllstoffes wird neues, fehlerfreies Granulat eingebracht, das bereits bestellt ist. „Es ist auch aus Sicht der Firma Desso unstrittig, dass es sich bei dem Schaden um einen Gewährleistungsfall handelt. Der Stadt Flörsheim am Main entstehen also keine Kosten für die Reparatur", betont der Erste Stadtrat.

Der vom SV 09 genutzte Sportplatz wurde nach aufwendiger Sanierung im November 2007 wieder in Betrieb genommen. Allein der Kunstrasen hatte rund 250.000 Euro gekostet. Das Problem mit dem Belag entstand, weil das verwendete Granulat im Verfahren umweltschonender Peroxyd-Vulkanisation unter Beimischung spezieller Zusatzstoffe hergestellt wurde. Wie sich erst später herausstellte, litt darunter die UV-Stabilität des Materials in erheblichem Maße. Unter Lichteinwirkung verloren die Teilchen ihren körnigen Charakter, rundeten und verklebten sich untereinander - nicht aber mit den künstlichen Grashalmen. Letztgenannter Umstand macht es nun möglich, die verbackene Granulatmasse herauszulösen, ohne den eigentlichen Kunstrasen in größerem Umfange dabei zu beschädigen und ohne die Faserdichte zu verringern. Wiederaufgefüllt werden soll dann mit UV-beständigem, schwefel-vulkanisiertem Granulat der Folgegeneration.

„Ich bin froh, dass eine relativ einfache und schnell umsetzbare Lösung gefunden zu sein scheint und die Komplett-Erneuerung des Kunstrasens wohl vermieden werden kann", zeigt sich Markus Ochs mit Blick auf die Trainingsmöglichkeiten der Flörsheimer Fußballer erleichtert.

Der Erste Stadtrat bedauert die Schwierigkeiten, die dem SV 09 Flörsheim bei der Aufrechterhaltung seines Spielbetriebes entstanden sind, ist sich aber sicher, dass der Vereinsnachbar DJK Schwarz-Weiß Flörsheim die Fußballer des SV 09 den von ihm genutzten Kunstrasenplatz bis zum Abschluss der Reparaturarbeiten in gutem Sportsgeiste mitnutzen lässt. aw/stflh