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Nachwuchs mit besonderer Beachtung

Über 5.500 Teilnehmer starten bei Traditionsveranstaltung "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt"            von Karin Willen

02.05.14 || altFRANKFURT (01.Mail 2014) - Über 5.500 Teilnehmer verzeichnet die Traditionsveranstaltung "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt", die sich fest in den Terminplan von Profis und ambitionierten Radsportlern in Deutschland eingeschrieben hat. Das erste Rennen des Radklassikers "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" am 1. Mai 2014 startete schon um 8:45 Uhr mit der Skoda Velotour in Eschborn. Unter den 17 Wettbewerben war in diesem Jahr eine ganz besondere Innovation: das 1. Frankfurter Inklusionsrennen. "Gemeinsam ins Ziel" lautete das Motto für mehr als zehn Zweierteams von Schülern mit geistiger Behinderung und Nichtbehinderten im Rahmen des Radklassikers.

altKurz vor halb eins war der große Moment gekommen. 24 Jungen und Mädchen der Panoramaschule und der Paul-Hindemith-Schule harrten mit ihren Rändern an der Startlinie auf der Mainzer Landstraße auf den Beginn des ersten Frankfurter Inklusionsrennens. Und als es nur noch zehn Sekunden bis zum Startschuss waren, den die Frankfurter Sozialdezernentin und frühere Sportdezernentin Professor Dr. Daniela Birkenfeld geben sollte, da fingen sie an, gemeinsam den Countdown herunter zu zählen. Fotos (2): ampress

Abseits der Elite und der Jedermannrennen gab es neben dem Inklusionsrennen neun weitere Rennen für den Nachwuchs von der Altersklasse 6 bis 8 bis zur U23. So waren rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt nicht nur Profis und Erwachsene am Start, sondern auch viele Mädchen und Jungen ab 6 Jahre. Denn Nachwuchsförderung ist eines der großen Themen, durch die sich der Rennklassiker als außerordentliche Veranstaltung positioniert.

Eine Siegerehrung für Paul Strickrodt, die nicht zu toppen ist


Bei der Siegerehrung der Nachwuchsradler zwischen sechs und acht Jahren gab es sogar ganz großes Kino: Polizei und Security sicherten die Tribüne ab. Denn kein Geringerer als Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier überreichte dem Sieger Paul Strickrodt vom RSV Blau-Weiß Meiningen die Ehrenurkunde. Der siebenjährige Thüringer war das erste Mal in Frankfurt dabei in der Zeit von 6:05 Minuten. Den Wunsch Bouffiers, dass die jungen Radler auch alle bei der Stange bleiben, wird Paul sicher erfüllen. „Klar", sagte er, und bis dahin will er sich „von den Großen noch ganz viel abgucken".

altGanz großes Kino bei der Siegerehrung der Nachwuchsradler zwischen sechs und acht Jahren. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier überreichte dem Sieger Paul Strickrodt (Mitte) vom RSV Blau-Weiß Meiningen die Ehrenurkunde. Als Zweiter fuhr Jermaine Zemke (links)ins Ziel, die Urkunde erhielt er aus den Händen des Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann. Dritter wurde der achtjährige Toni Böttner (rechts) von Stimmel-Sports aus Worms. In der hinteren Rihe stehen on links Eschborns Bürgermeister Mathias Geiger,OB Feldmann, Ministerpräsident Bouffier, Veranstalter Bernd Moos-Achenbach und Frankfurts Sportdezernent Markus Frank.

Als Zweiter fuhr Jermaine Zemke ins Ziel, ein wenig enttäuscht, weil er auf den ersten Platz gesetzt hatte. Als Zweiter war er auch letztes Jahr über die Ziellinie gerollt. Jermaines Nachname ist im Radsport nicht unbekannt. Vater Jens radelte als Profi 24 Mal bei "Rund um den Henninger Turm" und ist heute Sportlicher Leiter des südafrikanischen Teams MTN Qhubeka. Auch für den Wiesbadener gab es die Urkunde aus wichtigen Händen. Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann überreichte sie ihm.

Feldmann, der von der traditionellen Gewerkschaftsveranstaltung zum 1. Mai kam, erzählte, dass er in seiner Jugend dem Radrennen quasi von einer Pole-Position zugesehen habe: "Auf dem Elektrokasten an unserer Straße hatte ich einen guten Überblick".

Dritter wurde der achtjährige Toni Böttner von Stimmel-Sports aus Worms. Als Hessens Ministerpräsident Bouffier den Nachwuchs mit den Worten: „Sport macht Spaß" motivieren wollte, nickte Toni nur ganz wissend mit einem Fünkchen Enthusiasmus im Blick.

Benjamin Berger mit der Glücksnummer Eins


Für Benjamin Berger waren Startnummer und Rang dieselbe Zahl: Eins. Der Nachwuchsfahrer vom RV Sossenheim hatte für das Ergebnis auch gut trainiert. „Sossenheim hat zwei tolle Trainerinnen", sagte die Mutter, „Aber Papa hat auch mit mir trainiert und kümmert sich um mein Rad", warf der Dreizehnjährige ein. So konnte Benjamin vom vierten Platz im letzten Jahr mit der Zeit 10:19 Minuten auf den ersten radeln. Den Sieg gilt es für den Schüler der Frankfurter Liebigschule nächstes Jahr zu halten.

Als Zweiter in der Nachwuchsgruppe 12 bis 14 radelte Maximilian Klaas ins Ziel. Er war das erste Mal beim Radklassiker dabei und fand es „toll". Den dritten Platz belegte der vierzehnjährige Niku Pontius aus Bad Homburg.

Janis Wolf aus Worms zieht als Erster über die Ziellinie


In der Altersklasse 9 bis 11 zog Janis Wolf von Stimmels Sport in Worms mit seinem neuen Rad als Erster über die Ziellinie. Seine Zeit: 11:27. Letztes Jahr absolvierte der Zehnjährige das Rennen noch mit seinem Mountainbike. Für ihn hat sich der Wechsel aufs Rennrad gelohnt. „Und ich habe dreimal die Woche trainiert". Radeln ist Familiensport bei den Wolfs. Schwester Anna- Lena fuhr in der Gruppe der 12 bis 14 Jahre mit, und Bruder war bei den Sechs- bis Achtjährigen dabei. „Ohne große Chance", urteilte die Mutter, „er fährt auf einem Mountainbike. Aber das Dabeisein zählt".

Zweiter wurde der elfjährige Hellige Dante vom VfB Polch in Mertloch, gefolgt von Julian Weber vom RV Sossenheim.