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Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt wird ein Showdown am 1. Mai mit einem Vierkampf

John Degenkolb und Gerald Ciolek treffen auf Alexander Kristoff und Sep Vanmarcke - Radklassiker startet zum 53. Mal mit 21 Mannschaften           von Ralph Delhees

22.04.14 || altaltESCHBORN-FRANKFURT (22. April 2014) - Viel Zuversicht strahlte der Veranstalter des deutschen Radsportklassikers Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt, Bernd Moos-Achenbach (im nebenstehenden Bild), aus als er heute in Eschborn verkündete „Es ist angerichtet", danach werden am 1. Mai 21 Mannschaften am Start der 53. Auflage des deutschen Radsportklassikers "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt", früher „Rund um den Henninger Turm", stehen. 168 Profis nehmen die rund 200 Kilometer lange Schleife durch den Taunus in Angriff - darunter etliche Weltklassefahrer. "Es ist uns wieder einmal gelungen, ein hochkarätiges Feld zusammen zu stellen", sagt Bernd Moos-Achenbach nicht ohne Stolz. Die Radsport-Fans dürfen sich auf erstklassigen Sport - und einen ganz besonderen Vierkampf freuen.

Künftige Finanzen und Sponsoren


Uli Großer, Moderator der Sportpressekonferenz (rechts im Bild), bei der die Fahrer und Teams vorgestellt wurden, fragte gleich zu Beginn Eschborns Ersten Stadtrat Thomas Ebert (links im nebenstehenden Bild) wie es um die Finanzen der Stadt und hier insbesondere um deren Rücklagen ginge. Dabei zielte Großer auf das künftige Sponsoring durch die Stadt Eschborn, die zusammen mit der Stadt Frankfurt seit 2010 Hauptsponsor ist. Ebert sieht genug Rücklagen derzeit und auch in Zukunft und gab der Hoffnung Ausdruck, dass auch in Zukunft eine Finanzierung der Stadt Eschborn gegeben sein wird. In diesem Zusammenhang betonte Bernd Moos-Achenbach:„Der Tiefpunkt ist überwunden und es kommen auch wieder Sponsoren". Der neue Sponsor ist die HR Group, Harzer Grauhof und Vorlo, die die Getränke für die Radsportler übernehmen. „Wir sind auf einem guten Weg und können den 1. Mai kommen lassen, so der Veranstalter.

altNach der Sportpressekonferenz kamern die Podiumsteilnehmer zu einem Foto zusammen. Von links: Hartmut Bölts, Sportdirektor Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt; Rolf Heine, Organisationsleiter;  Bend Moos-Achenbach, Veranstalter; Moderator Uli Großer; Gerald Ciolek, Fahrer des südafrikanischen Teams MTN-Qhubeka; Laethisia Schimek, Skaterin, Dirk May, Organisator der Rhein-Main Skate-Challenge.

Aufeinandertreffens absoluter Topathleten


Das Rennen steht ganz im Zeichen des Aufeinandertreffens absoluter Topathleten: John Degenkolb und Gerald Ciolek bitten Alexander Kristoff um Revanche. Degenkolb, Ciolek und Kristoff sind aber längst nicht die einzigen Berufsradfahrer mit Chancen auf den Sieg vor der Alten Oper in Frankfurt. Zu den auffälligsten Fahrern des Frühjahrs zählt ganz unzweifelhaft, der in Diensten des niederländischen Belkin Pro Cycling-Teams stehende Belgier, Sep Vanmarcke.

altGerald Ciolek während der Pressekonferenz heute.

Der große Triumphator bei Gent-Wevelgem hieß aber John Degenkolb. Für den Klassiker-Spezialisten und Lokalmatadoren bei "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" war dieser Sieg der erste Höhepunkt eines starken Frühjahrs. "Damit war die Klassikersaison eigentlich schon früh ein voller Erfolg für mich", sagt Degenkolb, der im Sprint die komplette Weltelite in Schach halten konnte.

Sein eigentlicher Coup sollte aber erst noch folgen: Bei der Flandern-Rundfahrt fuhr er lange vorne mit und belegte am Ende Platz 15. Die Krönung folgte eine Woche später in der "Hölle des Nordens", wie der Klassiker Paris-Roubaix genannt wird. Degenkolb zeigte eine bärenstarke Leistung und beendete sein Lieblingsrennen als Zweiter. "Es ist ein großartiges Gefühl. Ein Traum ist wahr geworden, bei einem großen Radsport-Monument auf dem Podium zu stehen. Irgendwann will ich dieses Rennen gewinnen. Ich bin noch jung. Die Zukunft gehört mir, ich werde älter und erfahrener", sagt er nach seiner Gala, bei der der enttäuschte Vorjahrszweite Vanmarcke Rang vier belegte. Auch er brennt nun im Taunus auf seine ganz eigene Revanche. Aus dem vermeintlichen Dreikampf könnte so rasch ein überaus spannender Vierkampf werden.

altDer in Frankfurt lebende Degenkolb bereitet sich seit seinem Husarenstück bei Paris-Roubaix ganz gezielt auf den 1. Mai vor und damit auf den Showdown der Frühjahrssaison. Für sein Heimrennen hat er sich viel vorgenommen. Nach seinem Erfolg 2011 soll es nun ein zweites Mal klappen. "Der Sieg in
Frankfurt ist mein Ziel", sagt der 25 Jahre alte Profi. An ihm und Ciolek, der 2006 in Frankfurt schon einmal als Zweiter auf dem Podium stand, werden sich am 1. Mai alle orientieren.

Vier ProTour-Teams sind am Start: Neben Degenkolbs Team Giant-Shimano, Kristoffs Katusha-Team und Vanmarckes Mannschaft Belkin hat die französische Equipe Ag2R mit dem Tour-de-France-Etappensieger Samuel Dumoulin für das deutsche Traditionsrennen gemeldet.

Acht ProContinental-Teams und acht deutsche Continental-Teams komplettieren das Feld. Darunter das höchstklassierte deutsche ProContinental-Team NetApp, das in diesem Sommer mit einer Wildcard auch bei der Tour de France am Start stehen wird.

altRick Zabel führt das Team des Bundes Deutscher Radfahrer


Als 21. Mannschaften hat auch in diesem Jahr die deutsche Nationalmannschaft gemeldet. Das Team des Bundes Deutscher Radfahrer wird von einem großen Namen angeführt: Rick Zabel. Der 20 Jahre alte Sohn des dreimaligen "Frankfurt-Siegers" Erik Zabel (1999, 2002, 2005) gehört zu den größten deutschen Talenten und will sich beweisen. Der mittlerweile für das ProTour-Team BMC fahrende Rick Zabel setzte im vergangenen Jahr mit seinem Triumph bei der Flandern-Rundfahrt der U23 ein Ausrufezeichen und würde natürlich nur allzu gerne mit einem Sieg in Frankfurt die Familientradition fortsetzen. Große Erfolge kann der zweite namhafte Profi, Fabian Wegmann vom Team Garmin-Sharp, präsentieren - auch dank seiner zwei Siege bei Eschborn-Frankfurt.

Attraktive Streckenpunkte beim Radrennen - Fans haben die Auswahl auf dem Frankfurter Opernplatz, in Eschborn, Mammolshain, Sandplacken Bad Homburg und Schwalbach


Gerade, wenn man als Radsport-Fan von außerhalb kommt, das Rhein-Main-Gebiet nicht so gut kennt, aber trotzdem das mitreißende Flair des Radklassikers „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" erleben will, dann ist es hilfreich, ein paar Tipps zu erhalten, wo man am 1. Mai den meisten Spaß haben kann. Die Mitarbeiter des Organisationskomitees geben diese Empfehlung:

Opernplatz Frankfurt: The Heartbreak Hotel spielt auf und die Rad-Elite fährt ins Ziel...


Sportdezernent Markus Frank hat als Freund des Radsports einst das Finale von Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt in die Innenstadt der Finanzmetropole geholt. Inzwischen schlägt hier das Herz des Radklassikers, denn in der Taunusanlage nahe der Bockenheimer Landstraße kommen die Weltklassefahrer in ihrem Eliterennen ins Ziel und sind die Kinder und Jugendlichen aktiv. Auch die Škoda Velotour-Fahrer, die in Eschborn starten, die Skater, Tretrollerfahrer und Handbiker passieren den City-Kurs am Opernplatz. Rund um das Ziel gibt es eine Sport- und Freizeitmesse mit vielen Ständen, noch mehr Spaß für die Kids und kulinarischen Leckereien. Um 9 Uhr geht es los. Ab 12 Uhr spielt The Heartbreak Hotel auf. Die Band mit Sänger Christian Künkel und Sängerin Dominique Winkelmann bieten Aktuelles und Zeitloses, Hits aus den 80/90er Jahren, sogar Neue Deutsche Welle und Schlager. Ihr Motto: „We will entertain you."

altBlick auf den Streckenplan des disjährigen Radrennens am 1. Mai. Fotos (7): Ralph Delhees

Eschborn bei Mann Mobilia XXXL/Mömax: Tummelplatz der Jedermänner...


Die meisten Radrennfahrer - rund 4500 - werden sich im Rennzentrum von Eschborn bei Mann Mobilia XXXL/Mömax (Phönix Park) tummeln, denn von dem riesengroßen Parkplatz aus starten die Top-Teams der Elite wie Team Argos-Shimano oder Belkin, die drei Klassen der Škoda Velotourfahrer, die U23, die Skater, Tretrollerfahrer, Handbiker. Und fast alle 600 Skater. Bis auf die Elite und die U23 kommen in Eschborn alle Radfahrer und alle Aktiven auf Rollen ins Ziel. Rund um den Sport gibt es eine große Expo, Leckereien zu essen, eine riesengroße Hüpfburg und die Musik von Spit. Die Band groovt, verspricht gelebte Spielfreude, Qualität, Sympathie und Stimmung. Chef im Eschborner Radrennzentrum ist neben Veranstalter Bernd Moos-Achenbach Bürgermeister Mathias Geiger, der schon aus seinen Zeiten als Erster Stadtrat die sportliche Großveranstaltung kennt.

Mammolshain: Hier geht's den „Stich" hoch...


Die Bergwertung Mammolshain (Stadtteil von Königstein) ist im deutschen Radsport legendär, denn dort geht es den „Stich" hoch. Der „Stich" ist eine Steigung von 26 Prozent. Kaum ein Hobby-Radler kommt hier hoch. Die Mammolshainer Bürger laden an diesem beliebten Beobachtungspunkt seit Jahrzehnten zu einer großen Party ein. Tausende von Zuschauern feuern am „Mammolshainer Stich" die Profis an, die viermal die Steigung passieren müssen. Zudem kann man ab 12 Uhr das Eliterennen auf einer Videowand verfolgen. Wer nach Mammolshain will, sollte sehr früh anreisen.

Sandplacken (Feldberg): nah dran...


Wenn man die A 661 bis Hohemark fährt und dann weiter bis zum Sandplacken, kann man die Elite, U23, Junioren und Velotour-Fahrer bei ihren Anstrengungen durch den Taunus aus nächster Nähe verfolgen. Hier gibt es eine Bergwertung für die Weltklassefahrer, und bei den „Jedermännern" wird der Bergkönig gesucht. Hessens höchster Berg ist eine echte Herausforderung für alle Radfahrer. Die Sportler fahren vom Sandplacken über den Feldberg Richtung Niederreifenberg weiter.

Schwalbach und Sulzbach: mit Herz dabei...


Zwei Frauen mit einem großen Herz fürs Radfahren: In Schwalbach unterstützt Bürgermeisterin Christiane Augsburger Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt. „Wenn das Wetter nur halbwegs mitspielt, herrscht eine super Stimmung und viele Schwalbacher stehen dann am Straßenrand, um die Fahrer anzufeuern, Es lohnt sich, rauszugehen und diese Stimmung zu erleben", sagt Christiane Augsburger. Ihre Kollegin Renate Wolf, die Sulzbacher Bürgermeisterin, ist ebenfalls mit Begeisterung dabei. Ihre Gemeinde engagiert sich zum zwölften Mal im Team Taunus, in dem sich die Ortschaften zusammengeschlossen haben, die sich für den Radklassiker im Taunus besonders stark engagieren. Die Bewohner schmücken anlässlich des Radklassikers ihre Häuser, und ein Musikverein, der Akkordeon Club Sulzbach, sorgt für die Verpflegung der Radsportfans.

Bad Homburg: eng dem Radsport verbunden...


„Unsere Stadt ist dem Radsport bis heute sehr eng verbunden. Auch das Traditionsrennen ‚Rund um den Henninger-Turm' war schon in den 70er Jahren mehrmals in Bad Homburg zu Gast. Damals war die Fahrt um den Europakreisel eine besonders attraktive Stelle", erinnert Bürgermeister Karl Heinz Krug. Zum zweiten Mal gehört Bad Homburg 2014 zu Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt. „Die Partnerschaft mit dem Radklassiker ist ein großer Gewinn für die Sportstadt Bad Homburg", sagt Bürgermeister Krug. „Er hat einen hervorragenden Namen. Das Rennen zählt zu den Top-Veranstaltungen in diesem Sport in Deutschland und eröffnet Bad Homburg die Chance, die Stadt einem großen Publikum vorzustellen." Die malerische Kulisse des Kurparks mit den historischen Gebäuden in der Kaiser-Friedrich-Promenade und Blick auf die Russische Kirche wird durchfahren, dann geht es durch die Bad Homburger Einkaufsmeile mit dem Kopfsteinpflaster, vorbei am Kurhaus mit Sprintwertung und Streckenfest, wo die beiden Musikbands „ten to tons" und „Voll Daneben" aufspielen werden, über die berühmte Ritter-von-Marx-Brücke am Schloss vorbei Richtung Oberursel.

Berg- und Sprintwertungen...


Berg- und Sprintwertungen sind Zuschauerattraktionen. Mehrere Gemeinden im Main-Taunus-Kreis und Hochtaunuskreis engagieren sich bei diesen Sonderwertungen.

Sprintwertungen


Bad Homburg: Elite, U 23, Junioren, Škoda Velotour 104.
Oberursel: Elite, Junioren, U23.
Sulzbach: 2 x Elite, Junioren, U23, Škoda Velotour 104.
Schwalbach: 2 x Elite, Junioren, U23, Škoda Velotour 104.
Eschborn: Elite, U23, Junioren.

Bergwertungen


Feldberg: Elite, Škoda Velotour 104 km, U23, Junioren.
Kittelhütte: Elite, Škoda Velotour 104 km, U23, Junioren.
Ruppertshain: Elite, Škoda Velotour 104 km, U23, Junioren.
Eppstein: Elite, Junioren, U23.
Mammolshain: 4 x Elite und U23.