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Topfahrer bei Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt

Die drei besten Teams der Welt für den 1. Mai gebucht - Greipel und Wegmann jagen Titelverteidiger Degenkolb

17.04.12 || altFRANKFURT (17. April 2012) - Der deutsche Radsportklassiker Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt steht auch bei seiner 51. Auflage am 1. Mai 2012 ganz im Zeichen der weltbesten Radsportteams. Organisator Bernd Moos-Achenbach ist es gelungen, die drei führenden Mannschaften in der Weltrangliste der WorldTour zu verpflichten: Omega Pharma Lotto aus Belgien (25 Siege), Katusha aus Russland (10 Siege) und Liquigas-Cannondale aus Italien (14 Siege). Insgesamt werden 21 Mannschaften auf die 200 Kilometer lange Schleife durch den Taunus gehen.

altSie sind gerüstet für das große Radspektakel Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt am 1. Mai. Unser Bild zeigt von links:  Sportdezernent der Stadt Frankfurt Markus Frank,  Thomas Ebert, Erster Stadtrat von Eschborn; Iwan Spekenbrink, Direktor des Teams Argos-Shimano; Organisator Moos-Achenbach;  Kirsten Fischer, Organisatorin der Skoda Velotour; Rudolf Scharping, Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer;  Organisationsleiter Rolf Heine; John Degenkolb, Titelverteidiger und Fahrer des Teams Argos-Shimano. Nicht auf dem Bild Moderator Uli Großer. Foto: Ralph Delhees

Vorjahressieger John Degenkolb aus dem niederländischen Continental Pro-Team Argos-Shimano tritt an, seinen Titel zu verteidigen. "Ich habe große Ambitionen und bin sehr zuversichtlich, dass meine Mannschaft und ich die Titelverteidigung auf die Beine stellen können", sagt der 23 Jahre alte Degenkolb. Bei seinem Sieg beim Jubiläumsrennen vor einem Jahr stürzte der junge Mann aus Thüringen den acht Jahre älteren Fabian Wegmann vom Thron. Der Sieger von 2009 und 2010 verpasste so das Tripple und möchte sich am 1. Mai nur zu gerne revanchieren. Der Freiburger führt das US-amerikanische WorldTour-Team Garmin Barracuda als Kapitän in das schwere Rennen Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt. Das Feld der fünf WorldTour-Teams komplettiert die französische Equipe Vacansoleil-DCM. Mit einem sechsten WorldTour-Team steht Organisator Moos-Achenbach noch in Verhandlungen: Radioshack-Nissan mit den deutschen Profis Jens Voigt, Linus Gerdemann und Andreas Klöden. Sollte das US-Team zusagen, würde sich die Zahl der Mannschaften am 1. Mai auf 22 erhöhen.

Einer, der Degenkolb und Wegmann am 1. Mai die Tour nur allzu gerne vermasseln möchte, heißt André Greipel. Der beste deutsche Sprinter aus der belgischen Equipe Lotto-Belisol trägt am Tag der Arbeit die deutschen Farben, geht als Kapitän der Nationalmannschaft ins Rennen. Wie schon im vergangenen Jahr ist der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) mit einem eigenen Team am Start. Dazu zählen unter anderem Danilo Hondo (Lampre-ISD), Marcus Burghardt (BMC Racing) und Christian Knees (Sky).

Erstmals in neuer Funktion kehrt der ehemalige Teamchef von Gerolsteiner, Hans-Michael Holczer, zurück ins Rhein-Main-Gebiet. Seit dieser Saison leitet der Schwabe als Generalmanager das ambitionierte russische Team Katusha. Mit zehn Siegen rangiert das Team in diesem Frühjahr auf Platz zwei der aktuellen Weltrangliste. "Damit sind wir extrem zufrieden, ein traumhafter Saisonbeginn", sagt Holczer, für den ein Start seiner neuen Mannschaft bei Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt selbstverständlich ist. "Meine Verbindung zum deutschen Radsport kann man nicht wegdiskutieren. Wir haben im Management einen großen Anteil an Deutschen, für die das Rennen am 1. Mai einen großen Stellenwert besitzt", sagt Holczer. Allen voran natürlich Erik Zabel, der als sportlicher Leiter aktiv ist. Der ehemalige deutsche Topsprinter gewann den deutschen Frühjahrsklassiker als Einziger bereits dreimal (1999, 2002, 2005).

Neun Continental Pro-Teams, darunter das höchstklassierte deutsche Team NetApp, und sechs deutsche Continental-Teams komplettieren am 1. Mai das Feld der 21 Mannschaften bei Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt.

Die Freude über das starke Teilnehmerfeld trübt allerdings eine Nachricht aus der Schweiz: In der vergangenen Woche verunfallte Lokalmatador Tony Martin im Training. Der Zeitfahrweltmeister kollidierte mit einem Auto, zog sich neben Jochbein- und Kieferfrakturen eine kleine Fraktur des Schulterblattes zu. Wann Martin wieder ins Training zurückkehrt, ist noch ungewiss. Martin wird daher nicht wie geplant bei der Tour de Romandie (24. - 29. April) und am 1. Mai bei Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt an den Start gehen können. "Wir bedauern es natürlich sehr, dass Tony Martin bei seinem Heimrennen nicht dabei sein wird", sagt Moos-Achenbach. "Wichtiger als der sportliche Erfolg ist aber die Gesundheit eines Menschen." (amue/media)