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FIFA-Frauen-WM 2011: Das „Herz des Frauenfußballs“ pocht stärker denn je

Auf dem WM-Programm Frankfurts steht auch ein Rekordversuch im Elfmeterschießen

18.06.11 || altFRANKFURT (17. Juni 2011) - In wenigen Tagen beginn die FIFA Frauen-WM in Deutschland. Das Team von Bundestrainerin Silvia Neid und die „WM-Hauptstadt" Frankfurt scheinen bestens gerüstet für das weltumspannende Sportereignis. Ein Höhepunkt im Frankfurter Rahmenprogramm rund um die Fanmeile dürfte der Rekordversuch im Elfmeterschießen am 29. Juni werden.

Die lange Zeit des Wartens ist endlich vorbei. Am 26. Januar 2006 hatte Theo Zwanziger, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), offiziell die Bewerbung für die Ausrichtung der FIFA Frauen-WM 2011 verkündet, am 30. Oktober 2007 erfolgte dann der Zuschlag durch den Fußball-Weltverband. Nach Jahren des Vorbereitens und Organisierens sind es jetzt nur noch wenige Tage, bis beim Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Kanada am 26. Juni in Berlin vor 74.000 Zuschauern erstmals der Ball rollt.

altErfolgreiche Vorbereitungsphase


Bestens vorbereitet scheint auf alle Fälle die deutsche Frauenfußballball-Nationalmannschaft. Vor dem letzten, mit 3:0 gewonnenen Vorbereitungsspiel am 16. Juni in Mainz gegen Norwegen gab es in den Tests zuvor schon jeweils 5:0 Siege gegen die Niederlande beziehungsweise Italien. Insgesamt drei Monate konnte Bundestrainerin Silvia Neid die Nationalspielerinnen auf die WM vorbereiten. 21 Fußballerinnen, davon stellt der 1. FFC Frankfurt zusammen mit dem FCR Duisburg jeweils sechs Akteure, wollen für den Titelgewinn im eigenen Land sorgen und die Mitfavoritinnen aus Brasilien und den USA auf die Plätze verweisen.

„Hauptstadt und Herz des Frauenfußballs"


Wenn fünf Jahre nach dem „Sommermärchen" bei der Männer-WM die Fußball-Welt wieder nach Deutschland schaut, möchte die Mainmetropole nicht nur auf dem Platz ganz vorne mitspielen. Frankfurt hat daher viel getan, um die Frauen-WM 2011 zu einem Fest werden zu lassen. „Neben den Spielen im Stadion wird es eine Fanmeile am Main mit Public Viewing und vielen Kulturangeboten geben. Die ‚Frankfurter Fußballgärten' sollen zu einem Treffpunkt für alle werden: für Jung und Alt, für Frauen und Männer, für Familien mit Kindern und für die Fußballbegeisterten", so Frankfurts WM-Botschafterin Sandra Smisek. Wir sehen uns als Hauptstadt und Herz des Frauenfußballs", erklärt Markus Frank. Frankfurts Sportdezernent hat viele gute Argumente, um diesen Anspruch untermauern zu können. Zum einen sitzt in Frankfurt das nationale Organisationskomitee für die WM 2011. Zum anderen finden hier gleich vier WM-Spiele statt - darunter das Finale am 17. Juli sowie der Auftritt der deutschen Nationalmannschaft am 30. Juni gegen Nigeria.

Eröffnungsshow „Ballzauber"


Einer der vielen Höhepunkte im Frankfurter Rahmenprogramm zur Fußball-WM, das die Stadt mit einer Summe von 3,7 Millionen Euro fördert, ist am 25. Juni die Eröffnungsshow „Ballzauber". Eine Mischung aus Live-Performance, Video, Licht, Artistik, Pyrotechnik und natürlich Musik lässt die erwarteten 200.000 Besucher die Faszination Fußball erleben. Im Mittelpunkt steht, beziehungsweise schwimmt auf Pontons eine 14 Meter hohe Bühne, geformt und aufgemacht wie ein überdimensionaler Fußball. In sechs Szenen vom Anstoß bis zum Finale werden in der 30-minütigen Show alle 24 teilnehmenden Nationen vorgestellt.

1,5 Millionen Besucher erwartet


Ein weiterer Höhepunkt im Rahmenprogramm der Stadt Frankfurt, zu dem zwischen dem 25. Juni und 17. Juli insgesamt bis zu 1,5 Millionen Besucher am Sachsenhäuser Mainufer erwartet werden, ist für den 29. Juni geplant. An diesem Tag soll in Deutschland ein neuer Guinness-Rekord im Elfmeterschießen mit ausschließlich weiblichen Torschützen aufgestellt werden. Das Ziel für Frankfurt steht fest: den alten Rekord aus Singapur von 364 Elfmeterschützen, die drei Stunden ohne Unterbrechung auf ein Tor zielten, zu überbieten. Um den bisherigen Rekord zu brechen, dürfen zwischen zwei Schüssen maximal 30 Sekunden vergehen, und jede Teil nehmerin darf dabei nur einmal schießen.

Weltrekordversuch in Frankfurt


Neben Frankfurt wird sich auch Augsburg dieser Herausforderung stellen. Die beiden WM-Orte treten an, um den Rekord ins Gastgeberland Deutschland zu holen. Ab 8.30 Uhr beginnt in beiden Städten die Einschieß-Phase. Gegen 10.15 Uhr wird es dann ernst auf der Frankfurter Fanmeile. Den ersten Schuss wird Oberbürgermeisterin Petra Roth für ihre Stadt machen: „Jetzt ist Frauenpower gefragt. Ich appelliere an alle Bürgerinnen der Region zu beweisen, dass das Herz des Frauenfußballs zu Recht in Frankfurt schlägt." Ab sofort können sich alle weiblichen Fans ab 14 Jahren auf der Internetseite zur FIFA-Frauen-WM in Frankfurt, die übe r www.frankfurt.de erreichbar ist, zur Teilnahme anmelden. Sportdezernent Markus Frank und Karl-Heinz Körbel, WM-Botschafter der Stadt Frankfurt, unterstützen die Aktion: „Wir hoffen, dass sich zahlreiche Frauen dieser Herausforderung stellen, um den Weltrekord nach Frankfurt zu holen."

Endspiel-Tipp: Deutschland - Brasilien


„Charly" Körbel ist zuversichtlich, dass nicht nur der Weltrekordversuch im Elfmeterschießen ein voller Erfolg wird. „Im Finale am 17. Juli in Frankfurt wird Deutschland gegen Brasilien spielen und gewinnen", tippt das Eintracht-Urgestein. Eine Prognose, mit der DFB-Präsident Theo Zwanziger und die Millionen Fans des Frauenfußballs in Deutschland sicherlich bestens leben können. (pia/Michael Weilguny)