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Sporthilfe modernisiert Satzung und schließt Reformprozess ab

Klare Trennung von Haupt- und Ehrenamt - Ilgner neuer Vorstandsvorsitzender - Klatten neuer Aufsichtsratsvorsitzender und Vorsitzender des Kuratoriums - Neues Logo und neuer Internet-Auftritt

01.12.09 || FRANKFURT (1. Dezember 2009) - Auf der heutigen 11. Sitzung des Sporthilfe-Aufsichtsrats schloss die Stiftung Deutsche Sporthilfe (DSH) den bereits 2006 von Hans Wilhelm Gäb eingeleiteten Reformprozess ihrer Strukturen mit einer weitgehenden Modernisierung ihrer Satzung ab. Einstimmig beschloss der Aufsichtsrat auf der Grundlage eines gemeinsam von Prof. Jürgen Hubbert und Werner E. Klatten vorgelegten Konzepts eine Neufassung der Sporthilfe-Satzung. Durch eine Verschmelzung von Geschäftsführung und Vorstand sowie einer Stärkung der Kontrollfunktionen des Aufsichtsrats werden Aufsicht und operative Führung in Anlehnung an übliche Corporate Governance Regelungen voneinander getrennt. Mit den vorgesehenen Strukturänderungen soll zudem der 2006 eingeleitete Generationenwechsel bei Deutschlands wichtigster privater Sportförderinstitution fortgeführt werden.

Der Sporthilfe-Vorstand wird zukünftig ausschließlich hauptamtlich besetzt, neuer Vorstandsvorsitzender soll Dr. Michael Ilgner werden, der seit 2006 als Vorsitzender der Geschäftsführung bereits im Vorstand der Sporthilfe vertreten war.

Der amtierende Vorstandsvorsitzende Werner E. Klatten wird für einen Wechsel in den Aufsichtsrat kandidieren, dessen Führung er ab 2010 von Hubbert übernehmen soll. Als Aufsichtsratsvorsitzender und Vorsitzender des Kuratoriums repräsentiert er in Abstimmung mit dem Vorstand die Stiftung nach innen und außen. Mit Klatten will auch Franziska van Almsick vom Vorstand in den Aufsichtsrat wechseln und gemeinsam mit Dr. Michael Beckereit als Stellvertreterin von Klatten fungieren. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird mit Vize-Präsident Eberhard Gienger im Aufsichtsrat vertreten sein. Seit dem 16. Oktober gehören Daimler-Finanzvorstand Bodo Uebber (50) und Sporthilfe-Stiftungsrat Johannes B. Kerner (44) bereits als neue Mitglieder dem Aufsichtsgremium an.

Prof. Jürgen Hubbert: "Ziel dieser Satzungsänderung ist es, die Stiftung schlank und effizient für die Herausforderungen der Zukunft aufzustellen. Dazu bedarf es eines hauptamtlichen Vorstands, der zur Führung der Stiftung eigenverantwortlich und schnell handeln kann, und eines starken Aufsichtsgremiums, das das operative Geschäft in geeigneter Weise begleitet und überwacht. Wir orientieren uns dabei auch an Strukturen, die beispielsweise bei Fußball-Bundesligisten in den letzten Jahren mit Erfolg eingeführt wurden. Mit der Satzungsreform führen wir zudem einen langjährigen Verjüngungsprozess fort, den Hans Wilhelm Gäb vor drei Jahren begonnen hat."

Der frühere Mercedes-Chef Prof. Jürgen Hubbert, der im September interimistisch von Hans Wilhelm Gäb den Aufsichtsratsvorsitz übernommen hat, wird sich künftig wieder ganz auf die Führung des Sporthilfe-Stiftungsrats konzentrieren.

Die "neue" Sporthilfe wird ab 1. Januar auch mit einem neuen Logo auftreten, das sich zukünftig - ohne olympische Symbole - auf die Förder-"Pyramide" der Sporthilfe konzentriert. Heute frei geschaltet wurde bereits ein modernisierter Internetauftritt mit Athleten-Extranet, mit dessen Hilfe die Kommunikation mit den 4.000 geförderten Athleten überwiegend digital abgewickelt werden soll. Integriert in die neue Kommunikations-Plattform werden auch weitere Internet-Präsenzen wie etwa von emadeus, dem Club der ehemaligen Sporthilfe-Athleten, sowie neue Online-Banking-Tools im Zusammenhang mit der für 2010 geplanten Fundraising-Kampagne.

Die wesentlichen Beschlüsse der Sporthilfe-Aufsichtsrats-Sitzung vom 1. Dezember 2009:
* Die Sporthilfe führt einen hauptamtlichen Vorstand mit bis zu vier Mitgliedern ein, der die Geschäftsführung der Stiftung verantwortet.
* Dem ehrenamtlichen Aufsichtsrat obliegt die Berufung und Entlastung des Vorstands sowie die Genehmigung des Jahresbudgets und des Jahresabschlusses.
* Der Aufsichtsratsvorsitzende repräsentiert als Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung in Abstimmung mit dem Vorstand die Stiftung nach innen und außen.
* Das Kuratorium beruft in Zukunft die Aufsichtsratsmitglieder und befindet über deren Entlastung.

Werner E. Klatten sieht mit der Vollendung der Strukturreform die Sporthilfe mit Blick auf die erweiterte Aufgabenstellung der Stiftung für die Zukunft bestens aufgestellt. "Mit der neuen Satzung und der effizienteren Führungsstruktur sind nunmehr die wesentlichen Grundlagen erfüllt, die finanzielle Stabilität der Stiftung zu erhalten, ihre Kontakte zur Wirtschaft zu intensivieren und die für die Förderung der Athleten notwendigen Geldmittel zu sichern", so Klatten. Das Sporthilfe-Kuratorium, dem die beschlossenen Satzungs-Änderungen nunmehr zur Kenntnis gegeben werden, wird die Nachwahlen zum Aufsichtsrat in Kürze vornehmen.

Der Ende 2005 begonnene Reformprozess der Sporthilfe-Satzung mit einhergehender Anpassung an moderne Führungsstrukturen (Straffung der Gremien, Etablierung eines Vorsitzenden der Geschäftsführung mit Vorstandsmandat, Reduzierung der Zahl der Vorstandsmitglieder, Einrichtung eines Aufsichtsrats, Erweiterung des Stiftungszwecks) ist somit abgeschlossen. Sobald die Satzungsänderungen in Kraft treten, werden die Neubesetzungen der Sporthilfe-Führungsgremien vorgenommen. Die Veränderungen in der Struktur und in den Gremien sollen zum 1. April 2010 wirksam werden.(hje/dtsph)