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Eine der erfolgreichsten Intendanzen am Hessischen Staatstheater Wiesbaden endet Mitte 2014

Dr. Manfred Beilharz steht für Vertragsverlängerung nicht mehr zur Verfügung - Ministerin nahm Ankündigung von Dr. Beilharz mit Bedauern und Hochachtung zugleich entgegen

14.03.12 || altWIESBADEN (13. März 2012) - Dr. Manfred Beilharz hat heute gegenüber der Hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, und der Öffentlichkeit angekündigt, für eine Verlängerung seines Intendantenvertrags über das Jahr 2014 hinaus nicht mehr zur Verfügung zu stehen. „Mitte 2014 endet damit nach zwölf Jahren eine der erfolgreichsten und längsten Intendanzen der jüngeren Geschichte des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Ich nehme die Ankündigung von Dr. Beilharz mit Bedauern und Hochachtung zugleich entgegen", sagte die Ministerin in Wiesbaden.

altWie kaum eine andere Persönlichkeit hat der 73 Jahre alte Regisseur und Theaterleiter Manfred Beilharz  (nebenstehendes Bild. Foto: Staatstheater Wiesbaden) mit seinem Wirken an insgesamt sechs namhaften deutschen Bühnen - darunter Intendanzen in Tübingen, Freiburg, Kassel und Bonn - die Entwicklung des deutschen Theaters in jüngster Zeit beeinflusst. Darüber hinaus hat er als Weltpräsident des Internationalen Theaterinstituts (ITI) Paris von 2002 bis 2008 und als Präsident des deutschen Zentrums des ITI bis heute einen unschätzbaren Beitrag zur Verständigung und Vernetzung innerhalb der internationalen Theaterszene geleistet. Dem Land Hessen dient der 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrte Intendant darüber hinaus als aktiver Vizepräsident der Hessischen Theaterakademie.

Zu seinen herausragenden Verdiensten zählt die Begründung verschiedener internationaler Festivals wie zum Beispiel der „Bonner Biennale", die seit 1992 von ihm gemeinsam mit dem Schriftsteller Tankred Dorst antwortet wird. Als weltgrößtes Festival ihrer Art findet sie im Juni 2012 zum fünften Mal in Wiesbaden und Mainz als „Schauspielbiennale Neue Stücke aus Europa" statt.

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden zählt heute zu den bestbesuchten Theatern in Deutschland und kann auf große künstlerische Erfolge in allen Sparten verweisen. Dafür legen die mehrfachen Nominierungen und Auszeichnungen für in Wiesbaden arbeitende Künstler, wie etwa der Deutsche Theaterpreis „Faust" für Ballettdirektor Stephan Thoss und jüngst den Tänzer Giuseppe Spota ein beredtes Zeugnis ab.

Unter der Leitung von Beilharz wurde das künstlerische Niveau und die Ausstrahlung der Internationalen Maifestspiele beträchtlich gesteigert und trotz zum Teil avantgardistischer Programmausrichtung zu einem großen Publikumserfolg.

„Ich sehe gespannt den nächsten beiden Spielzeiten entgegen, in denen die traditionellen Internationalen Maifestspiele und die Schauspielbiennale wiederum besondere Höhepunkte der Theaterarbeit bieten werden. Gemeinsam mit der Landeshauptstadt Wiesbaden werden wir alles in unserer Macht Stehende tun, damit der Übergang von dieser erfolgreichen Intendanz zu einer Nachfolge geordnet und reibungslos vonstattengehen kann", sagte Ministerin Kühne-Hörmann. (nk/hmwk)