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Beständige Koch- und Betriebskarriere

Gerhard Otto wechselt vom „Casino" in „Zentralküche"

21.07.10 || MAIN-TAUNUS-KREIS 20. Juli 2010) - Der Landrat des Main-Taunus-Kreises und der Kreis-Ausschuss KA leiten ein Amt mit rund 1.000 Mitarbeitern. Das hat sich im Lauf der fast drei Jahrzehnte Neubau auf dem Hochfeld so entwickelt. Damit ist der MTK der größte Arbeitgeber im Kreis. Das Landratsamt ist die Hochburg dieser Beschäftigungsfülle.

Es ist klar, dass in ihm auch die Gemeinschaftsverpflegung effizient und zufriedenstellend organisiert sein muss. Auch sie unterliegt Entwicklungen. Und sie folgt auch Gestaltung und Expansion, wie es ein innovativ und dynamisch agierender Landrat mit seiner Vision für Kreis und Amt anregt. So ist aus dem „Casino" der ersten Jahre für die Mitarbeiter jetzt eine Einrichtung geworden, die auch für Tagung, Konferenz, Seminar, „Buchung und Belegung" Catering und Bankett leistet.

Das Ganze ist daher von der ehemaligen „Küche" zum „Betrieb" geworden und braucht natürlich Organisation und einen Betriebsleiter. Der Kreis hat seit über zwei Jahrzehnten Glück, dafür den „richtigen" Betriebsleiter immer „vor Ort" zu haben. Zu ihnen zählt Gerhard Otto. Aber Wechsel (in Maßen) gehört auch zu dieser Betriebsführung und -gestaltung „Casino" Landratsamt.

Betriebsleiter Gerhard Otto in seinem „Casino" im Landratsamt: Ein moderner, vielseitiger Arbeitsplatz mit Abwechslung und Verantwortung Tag für Tag. Foto: wm


Nach fast 16 Jahren wechselte in diesem Monat der gelernte Koch und Betriebsleiter des „Casinos" im Landratsamt seinen Arbeitsplatz: Gerhard Otto (55) arbeitet seit 1. Juli 2010 in der „Zentralküche" des Kreises in Kelkheim. Einen Tag vor diesem Wechsel, am 30. Juni, hat er noch Schwerarbeit für das „Casino" zu leisten: Der Landrat hatte zum zweiten Mal abends zum „Treffpunkt Main-Taunus-Kreis" eingeladen und rund 2.000 Entscheidungsträger aus Kreis und Region erwartet.

Otto hat eine klassische Kochlehre durchlaufen, viel erlebt und ist vor seiner Ehe weit herumgekommen: Vom „Jungkoch" bis zum „Küchenchef" hat er sich in dieser Zeit hochgearbeitet und war in Restaurants im In- und Ausland angestellt. Auch bei „EUREST DEUTSCHLAND, „Caterer Nummer Eins". Verheiratung und drei Kinder haben Otto beeinflusst, 1994 in Hofheim einen ständigen Arbeitsplatz anzunehmen und ihn zu halten.

Entwicklung über 26 Jahre


„Insider" erinnern sich noch gern an „Becker`s Casino" im Kreishaus, das der Hotelier Becker aus Kelkheim mit Einsatz, Vernunft, Verlässlichkeit und Freundlichkeit seit Bestehen des Kreishauses 1984 betrieb. In diesem „Casino" wurde Otto Küchenchef.

Mitte 2003 ist das Kreis-Küchenwesen neu strukturiert worden: Die Service Gesellschaft der Kliniken des Main-Taunus-Kreises übernahm das „Casino", in Kelkheim entstand eine moderne „Zentralküche", über deren Entstehung Landrat Berthold Gall gern spricht: „Als die Entscheidung anstand, bin ich einen halben Tag durch den Kreis gefahren und habe mich nach einem Standort für sie umgesehen. In Kelkheim sah ich das Grundstück und sagte mir, das passt, hier kommt sie hin!" Da kam sie auch hin: „Chill & Cook!" sagte der Landrat in seiner merkwürdigen und aktiven Art von Überfall, Bestimmung und Machen. Er hatte es scheinbar wieder „aus dem Hut gezaubert". Und es läuft in ihr für die Kliniken, Stift, Fachklinik und Schulen. Es ist „Dampf" in der Einrichtung.

Für Otto war die Entscheidung ein Karrieresprung. Er wurde im November 2005 Betriebsleiter im „Casino".

Ausbildungsbetrieb


Mit der Beförderung begannen anstrengende Jahre für ihn mit verantwortungsvollen Mehraufgaben: Das „Casino" wurde 2006 auch Ausbildungsbetrieb mit Otto als Ausbilder für das Berufsbild Koch/Köchin. 2009 besteht Ottos erster Azubi seine Abschlussprüfung.
Januar 2009 wieder ein Karrieresprung: Die Ausbildungsleitung für Köchinnen und Köche wird ihm übertragen.

„Casino" und Catering - Aufgaben des Teams wurden vielseitiger


Landrat Gall, in der Freien Wirtschaft ausgebildet, auch im Bereich Bank und Immobilien aktiv gewesen, hatte mit Amtsbeginn im Oktober 1999 den Wert der Immobilie Kreishaus und seine Fläche, jetzt auf sein Betreben hin wieder Landratsamt, vorteilhaft für die Zukunft erkannt: Beides ausnutzen, optimieren und Einnahmen daraus generieren und maximieren.

„Becker`s Casino" wurde Vergangenheit. Mit Helmut Hermann kam ein Betriebsleiter ins „Casino", der die anspruchsvolle Gemeinschaftsverpflegung gastronomisch ausbaute, der Konferenz- und Bankettservice leisten musste, denn Gall holt „Buchung und Belegung" in den parlamentarischen Bereich des Landratsamts.

Die Aufgaben des Teams im „Casino" wurden vielseitiger:
Frühstücks- und Mittagsverpflegung der Mitarbeiter des Landratsamts, Arbeitsagentur und Job-Center, Konferenzservice, Catering und Bankett-Service für Extraveranstaltungen, Ausbildung der Koch-Azubis

Mit „Cook & Chill" in Kelkheim kam für Betriebsleiter Hermann der Wechsel nach Kelkheim. Otto rückte im „Casino" des Landratsamts auf seine Position.

Strammer Einsatz - geringe Fluktuation


„Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe", urteilt er und ergänzt, „hier muss der Chef praktisch mit anfassen". Die Stammbesetzung besteht aus Betriebsleiter (Koch) und einem weiteren Koch, zwei Azubis, zwei Küchenmitarbeitern und zwei Halbtagskräften an der Casino-Kasse. Man erkennt daran, in dieser Küche wird zielorientiert nur das nötigste Personal eingesetzt. Es besteht keine Überbesetzung oder Reserve. Im Krankheitsfall muss vom „Stamm" mehr gearbeitet werden. Es besteht eine Arbeitserleichterung für das Personal: Hier wird nicht „Schicht" gearbeitet. Dafür beanspruchen die Azubis aber Zeit für ihre Ausbildungsbegleitung.

Die Aufgaben im „Casino" sind vielfältiger geworden. Das Personal hält das gute Betriebsklima aufrecht, die Fluktuation ist gering. Es ist Otto auch gelungen, für das „Casino" eine „Zertifizierung" zu erreichen. Auf diesen Lorbeeren kann sich keiner im Betrieb ausruhen: Genaue Dokumentation, Arbeitsplatzsicherheit, Hygiene, Temperaturkontrollen werden täglich gefordert: „Wir müssen hier nach acht Checklisten jeden Tag kontrollieren," sagt der Chef.

Nach 17 Jahren Dienst im Landratsamt sieht der Betriebsleiter Gerhard Otto auf eine erfüllte Zeit in seinem Berufslebens in diesem „Casino" zurück: „Ich habe hier sehr, sehr gern gearbeitet", zieht er Bilanz.

Auf einige von ihm mitorganisierte „Events" weist er besonders hin: „Hessenparty" im Schloss Biebrich in Wiesbaden 1995, „Parlamentarischer Abend" im Kreishaus 2006, Geburtstagsfeier, 60. Geburtstag von Landrat Gall 2007, mit zahlreichen Gästen aus Kreis und Region.

Wird er durch den Wechsel mehr Zeit für Familie, Radfahren und Bowling gewinnen?

Man kennt in der Service Gesellschaft seine Fähigkeiten und seinen Arbeitseinsatz und weiß um seine intensive Erfahrung mit dem „Casino", so wie es laufen muss. Rückbeorderung erscheint möglich. Dafür steht das Beispiel Hermann, der nun als Betriebsleiter ins „Casino" zurückkehrt. Gesellschaften haben ihre eigene Personalplanung und -führung. Ein „Come back" ist da für keinen und auf keine Position ausgeschlossen. (wm)