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Seit fünfzig Jahren im Dienst der Bildung

Am 29. Januar 1959 gründete die Stadt Frankfurt die Walter-Kolb-Stiftung

28.01.09 || FRANKFURT (28. Januar 2008) - Das Andenken an den populären Wiederaufbau-Oberbürgermeister Walter Kolb durch ein gemeinnütziges Werk wach halten:

Mit dieser Absicht wurde am 29. Januar 1959 auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung die „Walter-Kolb-Stiftung zur Förderung des Zweiten Bildungsweges e.V." gegründet, die ungebrochen aktiv ist. Den Vorsitz hat Kulturstadtrat Felix Semmelroth inne, stellvertretender Vorsitzender ist Staatsminister a. D. Armin Clauss.

Insgesamt für 1513 Personen aus den Geburtsjahrgängen 1926 bis 1982 eröffnete die Walter-Kolb-Stiftung bislang mit Stipendien die Möglichkeit, beruflich weiter zu kommen oder einen ganz neuen Weg einzuschlagen. Von diesen ehemaligen Stipendiaten wurden mindestens 20 Professoren, 130 wurden promoviert und die meisten erwarben Hochschulabschlüsse. An erster Stelle der Abschluss-Statistik stehen Ingenieure, an zweiter Stelle Lehr-, an dritter Stelle kaufmännische Berufe. Im weiteren Mediziner, Psychologen, Soziologen, Mathematiker, Anwälte, Physiker, Chemiker, Politologen, Pflegewirte, Architekten, Biologen, Geografen und Braumeister. Entwickelt und vorangetrieben hatten den Plan die vier jungen Stadtverordneten Friedrich Franz Sackenheim, Brigitte Freyh, Emil Bernt und Reinhard Brunk, die im Frühjahr 1956 erstmals als Kandidaten mit Kolb in den Wahlkampf gezogen waren. Kolb starb am 2. August 1956.

Zunächst diente die Stiftung allein dazu, jungen Berufstätigen ohne Abitur zu helfen, die Hochschulreife zu erwerben. 1987 erweiterten Bernhard Mihm, der Schuldezernent und Vorsitzende der Stiftung, gemeinsam mit Dorothee Vorbeck, Staatssekretärin im Kultusministerium, die Aufgabe um kostenlose Bildungsberatung. Die „Beratungsstelle für Weiterbildung Rhein-Main" in der Walter-Kolb-Stiftung ist bundesweit anerkannt. Die Stiftung Warentest hat ihre Qualität in den letzten Jahren schon zwei Mal als „herausragend" gewürdigt. Bislang fanden hier 30.000 Interessenten Rat. Die Nachfrage steigt ständig.

Geschäftsführer Dieter Schütz erklärt dazu: „Angesichts der sich rasant verändernden Lebens- und Arbeitsbedingungen und des damit einher gehenden steigenden Bedarfes an Orientierungsberatung verstehen wir unsere Arbeit als einen unerlässlichen Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge." Und er fügt hinzu: „So wie in früheren Jahren junge Berufstätige die Chance des Weiterkommens bekamen, bedürfen heute insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund, von denen allzu viele keinen Schulabschluss haben, der Unterstützung. Deshalb werden wir unsere Arbeit auf eine breiter angelegte Förderung der beruflichen Integration von jugendlichen Migranten ausweiten". (pia)