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Das Glück des Tüchtigen brachte ihn immer weiter – Ein Mann mit Talent und der immer loyal ist

Franz Jirasek: Vom erfolgreichen Verwaltungsfachmann zum flexiblen Mann der Wirtschaftsförderung in Kriftel - Seit über 30 Jahren im Dienst der Gemeinde

20.04.10 || KRIFTEL (19. April 2010) - Vor fast genau drei Wochen, am 1. April, kann der Erste Beigeordnete der Gemeinde Kriftel, Franz Jirasek (53), ein beachtliches Arbeitsjubiläum in der Verwaltung feiern: Auf den Tag genau war er seit 30 Jahren im Dienst der Gemeinde Kriftel. Im Blick auf seinen Lebenslauf fällt auf, dass er seit seiner Ausbildung zum Bundesbahnassistentenanwärter bei der Deutschen Bahn (1974-1976) immer Spur gehalten hat: Unter den rund 40 markanten Weichenstellungen in seinem beruflichen Leben bisher fallen die „Ernennungen" und „Beförderungen" besonders auf:

Sie decken auch regelmäßige erfolgreiche „Laufbahn" in seinem Leben auf - und dann auch einen „Mutsprung", denn mit der Ernennung zum hauptamtlichen Ersten Beigeordneten der Gemeinde am 1. September 2006 verlässt Jirasek die sichere Beamtenlaufbahn „auf Lebenszeit" seit seiner Ernennung zum Beamten am 26. Januar 1984 und wird „Wahlbeamter" mit aller Sicherheit und Unsicherheit dieses politischen Schicksals, dessen Schlag ihn schon im Frühjahr 2011 treffen könnte, sollte aufgrund der Kommunalwahl eine wahlpolitische Situation in Kriftel eintreten, die den parteilosen Jirasek aus seinem Amt zwingen kann. Das gab es in jüngerer Zeit im Main-Taunus-Kreis schon mehrfach. -

Aber auch dann könnte Jirasek sich seiner Verwaltungslaufbahn weiter sicher sein, denn Bürgermeister Wilhelm Speckhardt in Eschborn „lauert" auf ihn: „Den Mann hätte ich gern in meinem Rathaus, den würde ich sofort nehmen!" hofft der Mann.

Bürgermeister Börs stieß auf das „Verwaltungstalent" bei der Bundesbahn


Diesen Satz hört und liest Jirasek jetzt zum zweiten Mal: So dachte und sprach einst Bürgermeister Hans-Werner Börs (1979-1994), als er auf der Suche nach einem „Verwaltungstalent" auf den jungen Bundesbahnassistenten Jirasek im Bahnhof Kriftel stieß und ihn mit allen Raffinessen, die das deutsche Beamtenrecht seinen „Dienstherren" lässt, vom Gleis der Bahn in die „Bergbahn" Krifteler Rathaus zog, wo er nach seiner lapidaren Lebenslaufangabe „Eintritt in den Dienst der Gemeinde Kriftel" sich rasch in den Gipfel der Verwaltung hocharbeitet, zunächst „Sekretär" wird und danach von Beförderung zu Beförderung eilt und nach nur 21 Jahren „Büroleitender Beamter" mit zusätzlicher Fachbereichsleitung wird.

Börs wie Bürgermeister Paul Dünte (1994-2006) haben Jirasek gefördert wie sie konnten, weil sie in dem Talent auch den Mann gefunden hatten, der loyal und tüchtig zur Krifteler Fahne stand. Das zählt fast doppelt, denn Jirasek ist gebürtiger Hofheimer, also ein Nachbar, mit dessen Verwaltung sich die hiesige in manchen Angelegenheiten auch „reibt" - und umgekehrt die Verwaltungsspitze in Hofheim auf Jirasek „schielt".

Dritte warten darauf, „dem Franz" noch zum letzten Stück Hochgipfel seiner Laufbahn zu ziehen


Aber Jirasek ist auch gut für einen „Coup", und ein solcher war es in jüngster Zeit, das kleine, feine Gewerbegebiet an der „Oberweid" nicht nur zu entwickeln, sondern es auch gegen alle möglichen Einwände der Hofheimer bis in die Frankfurter Gerichtsbarkeit zu realisieren. Mit diesem „Coup" zeigte Jirasek endgültig, dass er „Krifteler" ist, was diese Spezies in Rhein-Main damit belohnt, ihm rechts die Schwertleihe zu verleihen und gleichzeitig links noch mehr aufzubürden: Jirasek „darf " jetzt zusätzlich das DRK in Kriftel führen, die Volleyballabteilung der TuS leiten und demnächst vielleicht sogar den ganzen Verein. Man braucht kein Fernrohr, um im „Falle Jirasek" in die Zukunft zu schauen: Der Mann wird in Kriftel weiter Karriere machen - kommt Zeit, kommt Tat, kommt Jirasek.

Er ist an „Coups" gewöhnt: Schon sein Schritt in die Krifteler Verwaltung war einer. „Hopp oder dopp," dachte sich Börs dabei nicht, sondern tat beides: Innerhalb von 14 Tagen nach dem persönlichen Entschluss von Börs, den jungen Mann ins Krifteler Rathaus zu holen, war er auch drin. Noch heute wird Jirasek bleich, wenn er darüber spricht: Börs holte listig, aber in völliger Übereinstimmung mit dem deutschen Beamtenrecht, eine Urkunde aus seiner Aktentasche und überreichte sie Jirasek. Der nahm sie an. Damit war er gemäß beamtenrechtlichen „Empfangsbedürftigen Willensakts" nicht mehr bei der Bahn sondern im Bund mit Kriftel.

Er könnte jetzt in der „heißen" Wahlkampfphase in Hattersheim stehen: Da sollte er auf dringenden Wunsch der großen Oppositionspartei dort Bürgermeisterkandidat werden. Doch diesen „Coups" wollte sich Jirasek jetzt noch nicht antun: Er tat recht, wie man die politische Nahentwicklung nach der Bundestagswahl 2009 beobachtet. Die Zeit für Jiraseks letzten Karrieresprung ist noch nicht gekommen. Er kann noch warten. Die Zeit dafür und für ihn kommt aber noch. Wieder werden andere für ihn die Weichen stellen und ihn holen: Bisher waren es zwei, Börs und Dünte, die „ihren Franz" in die Karriere zogen und ihn dann auch bewährt die Verwaltung ziehen ließen. Dritte warten bereits darauf, „dem Franz" noch zum letzten Stück Hochgipfel seiner Laufbahn zu ziehen: „Dieser Mann muss im Kreis gehalten werden. Wir wissen jetzt, dass er auch springen will," sagt nach Jiraseks Entscheidung gegen seine Kandidatur in Hattersheim der Vorsitzende der Mehrheitspartei im Kreis. Auf Jirasek kommt noch was zu.

15 Beförderungen in 26 Jahren


Im Blick zurück fällt bei Jirasek immer „das Glück des Tüchtigen" auf: So liest sich sein Lebenslauf über Sekretär, Obersekretär, Diplom-Verwaltungswirt, Hauptsekretär, Beamter auf Lebenszeit, Inspektor im gehobenen Dienst, Oberinspektor, Amtmann, Amtsrat, Oberamtsrat, Höherer Dienst, Verwaltungsrat Höherer Dienst, Verwaltungsoberrat Höherer Dienst, Büroleitender Beamter, Hauptamtlicher Erster Beigeordneter.

Das alles hat er von 1980 bis 2006 geschafft: 15 Beförderungen in 26 Jahren - alle 19 Monate in diesem Zeitraum weiter war Jirasek was „Höheres": Und jetzt wissen endlich auch die Krifteler, weshalb die Verwaltung ihr Rathaus aufstocken will - einzig für Jirasek, damit es noch höher mit ihm weiter gehen kann!

Doch Spaß bei Seite: „Genie ist auch Fleiß", ist anerkannte Überzeugung unter Könnern. Beides fließt in Jirasek zusammen. Und zusammen mit Bürgermeister Christian Seitz haben die Krifteler ein Team, um das sie von Verwaltungen und ihren Kennern im Kreis beneidet werden: Kompetenz, Wirkung, Können und Ausstrahlung geht von diesem attraktiven Duo aus. Das hängt auch mit Jiraseks „Besonderen Qualifikationen" zusammen, die ihn u.a. zum Ausbildungsleiter, Vorstandsmitglied, Geschäftsführer und Beauftragten machten. Und trauen darf er auch: Schon drei Jahre war der Junggeselle Jirasek Standesbeamter. Er traut sich was zu, nur trauen ließ sich der Hobby-Kurvensprinter auf seiner „BMW 1200" noch nicht: Liegt´s daran, dass ihm „Strecke zu langweilig ist"?

Als Leiter der Wirtschaftsförderung seit September 2006 ist Jirasek in Kriftel durchgehend populär geworden. Seine Erfolge auf diesem Gebiet sind auch bürgerwirksam. Die Bevölkerung erkennt den Zusammenhang von Wirtschaftsansiedlung und Erhalt der Infrastruktur und Weiterentwicklung Kriftels jetzt deutlicher. Damit wird Jirasek vom anerkannten Verwaltungsfachmann zum Eckstein der Wirtschaftförderung in Gemeinde und Rathaus.

Seitz und Jirasek haben erkannt, dass Staat und Gemeinwesen in ihm in einem Ballungsraum wie Rhein-Main unternehmerischer werden müssen als in den Jahren zuvor. Das liegt auch daran, dass Kommunen begonnen haben, sehr stark untereinander zu konkurrieren: um Ansiedlung junger Familien und Menschen in Arbeit und um Wirtschaftsunternehmen.
Kriftel hat für beides vor 15 Jahren begonnen, die Weichen zu stellen. Daran war auch Jirasek beteiligt. Jetzt erntet er, gibt weitere Impulse und macht Antrieb in der Sache.
Kriftel kann sich seiner Erfolge und Jirasek seiner Anerkennung nach bisher nun über 30 Dienstjahren seit dem 1. April 2010 sicher sein: Er hat sich um Kriftel verdient gemacht, wie es Bürgermeister Christian Seitz gegenüber dem RheinMainTaunus-Onlinemagazin ausdrückte. (wm)

Foto: Archiv Delhees-Kommunikation