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Aus ISET wurde IWES: „Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik

Aufnahme des Kasseler Solarforschungsinstituts in Fraunhofer-Gesellschaft formal vollzogen - Staatsministerin Kühne-Hörmann würdigt Entwicklungsperspektiven

31.08.09 || altWIESBADEN /KASSEL (31. August 2009) - Mit der Eintragung in das Münchner Vereinsregister ist die Aufnahme des Kasseler Solarforschungsinstituts ISET in die Fraunhofer-Gesellschaft nun auch formal vollzogen worden. Das hat Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann heute in Wiesbaden mitgeteilt. Unter dem neuen Institutsnamen „Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik - IWES" bildet das auf die Systemtechnik für die Nutzung erneuerbarer Energien spezialisierte, vor 21 Jahren gegründete Forschungsinstitut nunmehr den „Institutsteil Kassel" dieses neuen Fraunhoferinstituts.

„Neben der besonderen Anerkennung der wissenschaftlichen Erfolge und der in mehr als 20 Jahren Forschungsarbeit erworbenen Reputation, bedeutet die Umwandlung für das ehemalige ISET vor allem auch neue und attraktive Entwicklungsperspektiven", hob Ministerin Kühne-Hörmann hervor. Als Anschubfinanzierung unterstützt das Land Hessen den Kasseler Institutsteil des Fraunhofer IWES in den ersten fünf Jahren mit einer deutlich erhöhten Grundfinanzierung von 2,1 Millionen Euro jährlich. Außerdem wurde die Mitfinanzierung eines Institutsneubaus in Kassel in Aussicht gestellt.

„In enger fachlicher Verbindung mit dem neuen Fraunhofer-Institut soll darüber hinaus auch der Forschungsschwerpunkt Erneuerbare Energien und Energieeffizienz an der Universität Kassel ausgebaut werden", sagte Kühne-Hörmann. „So werden etwa das neue ,Kompetenzzentrum Dezentrale Elektrische Energieversorgungstechnik - KDEE' der Universität unter Leitung von Prof. Dr. Peter Zacharias mit seinem Schwerpunkt bei der Leistungselektronik und Stromrichtertechnik sowie verschiedene Neuberufungen wichtige Impulse für die weitere Stärkung des in der Region Kassel entstandenen Wirtschafts- und Wissenschafts-Clusters zur Energie-Systemtechnik setzen. Auch hier engagiert sich das Land Hessen mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von 500.000 Euro jährlich."

Am 1. Januar 2009 hatte die Fraunhofer-Gesellschaft das neue Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES offiziell gegründet. Es bestand jedoch zunächst nur aus dem ehemaligen Fraunhofer-Center für Windenergie und Meerestechnik CWMT in Bremerhaven und wurde jetzt nach Abschluss des formalen Verfahrens zum Betriebsübergang um das Kasseler Institut für Solare Energieversorgungstechnik - ISET e.V. erweitert. Zukünftig sollen darüber hinaus noch zwei Fraunhofer-Projektgruppen in Hannover und Oldenburg eingerichtet werden. Nach einer Aufbauphase von fünf Jahren werden im neuen Institut insgesamt mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Forschung und Entwicklung für nationale und internationale Auftraggeber betreiben.
Bis Anfang 2010 die neue Institutsleitung berufen ist, wird zunächst Prof. Dr. Jürgen Schmid - bisher Vorstandsvorsitzender des ISET, der in Kürze mit 65 Jahren in den Ruhestand gehen wird - die kommissarische Institutsleitung für den Kasseler Teil übernehmen. Dr. Hans-Gerd Busmann hatte bereits zum Jahresbeginn 2009 die kommissarische Leitung des Institutsteils Bremerhaven übernommen.

Durch die Verschmelzung der Institutsteile Bremerhaven und Kassel und den Aufbau weiterer Infrastruktur und Kompetenzfelder werden die bisherigen Angebote der einzelnen Standorte deutlich gestärkt. Alle gegenwärtigen Forschungsthemen und Arbeitsgebiete werden dabei in dem neuen Institut uneingeschränkt fortgesetzt. Abgerundet wird dies durch den geplanten komplementären Ausbau der überwiegend grundlagenorientierten Universitätsschwerpunkte der vier kooperierenden Hochschulen in Kassel, Bremen, Hannover und Oldenburg.
Insgesamt soll der Verbund aus Fraunhofer-Institut und Universitäten mit erheblicher Förderung des Bundes und der beteiligten Länder als Forschungsschwerpunkt mit internationaler Sichtbarkeit und Bedeutung ausgebaut werden, um die deutsche Spitzenstellung auf diesem Themengebiet weiter zu stärken. (fk/hmwk)