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Forschung an Hessens Fachhochschulen stärken und die Chancen auf die Einwerbung von Drittmitteln erhöhen

Impuls für die Forschung: Projekte der aktuellen Förderrunde des Programms „Forschung für die Praxis" bewilligt

03.04.12 || altFRANKFURT / WIESBADEN (03. April 2012) - Die Forschung an Hessens Fachhochschulen stärken und die Chancen auf die Einwerbung von Drittmitteln erhöhen. Das sind die Ziele des Förderprogramms „Forschung für die Praxis", mit dem das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) auch 2012 Forschungsprojekte an den fünf staatlichen Fachhochschulen des Landes fördert.

Elf Vorhaben hat eine Jury kürzlich in einem landesweiten Wettbewerb ausgewählt. Die Projekte werden für zwölf Monate mit einer Anschubfinanzierung von 35.000 Euro bzw. 70.000 Euro bei Verbundvorhaben mehrerer Fachhochschulen gefördert. Rund 420.000 Euro standen in der aktuellen Förderrunde insgesamt zur Verfügung.

Wie kann der berühmte „Griff in die Kiste" eines Roboters beschleunigt werden? Wie können Nebenprodukte der Fischerei nachhaltig für die menschliche Ernährung genutzt werden? Lassen sich geschäumte Textilien als Baumodule oder ganze Räume nutzen? Das sind nur ein paar der vielfältigen Forschungsfragen der aktuell bewilligten Vorhaben, die exemplarisch für das breite Spektrum der Forschung an Hessens Fachhochschulen stehen.

Mit vier bewilligten Vorhaben (darunter ein Verbundvorhaben mit der Hochschule Fulda) ist die Hochschule RheinMain in dieser Förderrunde am erfolgreichsten. Jeweils drei Vorhaben werden an der Hochschule Fulda (darunter das genannte Verbundvorhaben) und der Technischen Hochschule Mittelhessen gefördert. An der Hochschule Darmstadt und der Fachhochschule Frankfurt am Main wird jeweils ein Vorhaben gefördert.

Ein wichtiger Impuls für die die Forschung an Hessens Fachhochschulen ist die Förderung für Hessens Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann: „Die Unterstützung ist ein ideales Instrument, um kleinere vorbereitende Forschungsprojekte zu bearbeiten, auf deren Basis dann größere Drittmittelprojekte eingeworben werden. Wir versprechen uns hiervon eine nachhaltige Stärkung der Forschung an den Fachhochschulen des Landes."

„Die ausgewählten Projekte überzeugen durch ihre wissenschaftliche Qualität sowie ein hohes Innovations- und Anwendungspotential. Damit liefern die Professorinnen und Professoren unserer fünf Hochschulen einen qualifizierten Beitrag zur scientific community. Und nicht zuletzt sammeln die daran beteiligten Studierenden wertvolle erste Erfahrungen in der Forschung", so Prof. Dr. Detlev Reymann, Vorsitzender der Konferenz Hessischer Fachhochschulpräsidien (KHF) und Präsident der Hochschule RheinMain.

Das Programm „Forschung für die Praxis" wurde in diesem Jahr bereits zum dritten Mal ausgeschrieben. Zahlreiche Forschungsprojekte mit Praxispartnern wurden schon in den Förderrunden 2009 und 2010 erfolgreich durchgeführt.

Eine Neuerung gibt es in der nächsten Ausschreibungsrunde. Dann können nur noch Professorinnen und Professoren der fünf staatlichen Fachhochschulen in Hessen Vorhaben einreichen, deren Erstberufung an die aktuelle Hochschule maximal fünf Jahre zurückliegt. Das Förderprogramm bietet damit zukünftig jüngeren Professorinnen und Professoren die Gelegenheit, mit einer Anschubfinanzierung in die (Drittmittel-)Forschung einzusteigen.

Das Förderprogramm ist Teil der Kampagne „Forschung für die Praxis", die seit 2008 bis 2015 mit 3,75 Millionen Euro vom HMWK gefördert wird.

Schirmherrin ist die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann. Mit der Kampagne stärken das HMWK und die KHF das Profil der Hochschulen Darmstadt, Fulda, RheinMain, der Technischen Hochschule Mittelhessen sowie der Fachhochschule Frankfurt am Main als praxisnahe Spezialisten für Forschung, Entwicklung und Transfer.

Die ausgewählten Vorhaben der aktuellen Förderrunde:


? Prof. Dr. Christopher Beermann, Prof. Dr. Bettina Bußmann (beide Hochschule Fulda): Anwendungsmöglichkeiten von Fischprotein-Hydrolysaten aus Nebenprodukten in der Lebensmitteltechnologie

? Prof. Dr. Stephan Böhm, Prof. Dr. Bodo Igler (beide Hochschule RheinMain): SMAT. Success Factors of Mobile Application Design for Public Transportation

? Prof. Dr.-Ing. Klaus Fricke-Neuderth, Prof. Dr. Thilo Schlott, Prof. Dr. rer. nat. Viviane Wolff (alle Hochschule Fulda): StechmückenScanner - Erkennungssystem für potenziell infektiöse Stechmücken

? Prof. Dr. Paul Grimm (Hochschule Fulda), Prof. Dr. Ralf Dörner (Hochschule RheinMain): kARbon - kollaborative AR-Werkzeuge für die Bauorganisation

? Prof. Dr. Reinhold Kröger (Hochschule RheinMain): OntoStor - Ontologiebasiertes Storage Management

? Prof. Dr.-Ing. habil. Alexander Kuznietsov (Technische Hochschule Mittelhessen): Bestimmung der Ursachen von Spannungsschwankungen, Spannungseinbrüchen und Flicker in elektrischen Netzen

? Prof. Dr. rer. nat. Ing. habil. Martin Liess (Hochschule RheinMain): OptiMeD - Optische Messung der epidermalen Durchblutung

? Prof. Dipl.-Ing. Claudia Lüling, Prof. Dipl.-Ing. Carsten Rohde, Prof. Dr. Holger Techen (alle Fachhochschule Frankfurt am Main): Geschäumte Textilkonstruktionen

? Prof. Dr. rer. nat. Gerd Manthei (Technische Hochschule Mittelhessen): Entwicklung und Bau von breitbandigen Schallemissionsaufnehmern zur Detektion von Mikrorissen in Baumaterialien
? Prof. Dr. rer. nat. Stephan Neser (Hochschule Darmstadt): CUBIC. CUDA beschleunigtes Bin-Picking mit einer PMD-Kamera

? Prof. Dr. Harald Weigand (Technische Hochschule Mittelhessen): DeCr2ed - Verwertung von Schlämmen aus der Abwasseraufbereitung: Chromatreduktion in Neutralisationsschlämmen der hessischen Stahlproduktion zur kostenoptimierten Deponierung
Mehr Informationen zu „Forschung für die Praxis": www.forschung-fuer-die-praxis.de (mk/hmwk)