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Zwei Europameisterinnen aus dem Industriepark Höchst

Kathrin Grau und Sina Wolf sind die beiden besten Chemie-Azubis Europas

13.02.12 || altFRANKFURT-HÖCHST (09. Februar 2012) - Unter den 208 Auszubildenden, die in dieser Woche die Ausbildung beendeten und bei der Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH im Industriepark Höchst verabschiedet wurden, sind auch die beiden besten Chemie-Azubis Europas: Kathrin Grau, frisch gebackene Chemielaborantin von Sanofi, hat bei dem Internationalen Wettbewerb „Grand Prix Chimique" den ersten Platz belegt, knapp vor ihrer Provadis-Kollegin Sina Wolf, die den deutschen Doppelsieg perfekt machte. Am Donnerstag, 9. Februar, wurden die beiden „Chemie-Champions" bei der Feier für die „Auslerner" im Industriepark Höchst verabschiedet (siehe auch unseren Beitrag "208 "Auslerner" wurden jetzt von Provadis in das Berufleben entlassen").

altDoppelsieg für die Azubis aus dem Industriepark Höchst: Beim Grand Prix chimique waren Sina Wolf (links) und Kathrin Grau erfolgreich. Foto: © Provadis, 2012

Den Grand Prix Chimique gibt es seit 1991. Der Wettbewerb, der im zweijährigen Rhythmus stattfindet, richtet sich an Auszubildende, die einen chemischen Laborberuf erlernen oder nach Abschluss der Ausbildung am Beginn der Berufstätigkeit stehen. Zunächst wurden auf nationaler Ebene die Sieger ermittelt, und nur zwei deutsche Bewerber qualifizierten sich für die internationale Endrunde. Der Doppelerfolg der beiden Provadis-Azubis beweist, dass die Ausbildung im Industriepark Höchst höchsten Ansprüchen genügt und in Deutschland eine Spitzenposition einnimmt.

20 Teilnehmer aus zehn Nationen


Beim Internationalen Entscheid waren 20 Teilnehmer aus zehn Nationen dabei. Unter den kritischen Augen der Jury galt es, Analytikaufgaben zu bewältigen und Präparate herzustellen. Begutachtet wurden dabei nicht nur die Exaktheit der Ergebnisse, sondern auch die Methodik und die Arbeitsweise. Von den beiden deutschen Teilnehmerinnen wurden diese Aufgaben mit Bravour gemeistert: Kathrin Grau belegte den ersten Platz, Sina Wolf folgte mit nur einem Punkt Rückstand zu der frisch gebackenen „Europameisterin" auf Rang zwei.

„Ich war völlig überrascht, denn ich hatte eigentlich gar nicht das Gefühl, dass bei mir alles so glatt gelaufen ist", erinnert sich Kathrin Grau. „Die Aufgaben waren anspruchsvoll, aber wir hatten in der Ausbildung schon Ähnliches gemacht." Auch Sina Wolf hätte nicht mit einem so guten Abschneiden gerechnet: „Schwieriger als die eigentlichen Aufgaben waren der Zeitdruck und die ungewohnte Umgebung, denn das Labor war nicht so gut ausgestattet wie die Schulungslabore bei Provadis. Aber man musste natürlich mit den Materialien auskommen, die vorhanden waren."

Ausbildung im Industriepark ist im internationalen Vergleich spitze


Bei der Siegerehrung war die Freude der beiden 21-Jährigen groß, ebenso wie bei der Rückkehr zum Industriepark Höchst. „Wir sind natürlich sehr stolz darauf, dass eine unserer Auszubildenden den ersten Platz belegt hat und wir jetzt eine Europameisterin in unseren Reihen haben", sagte Birgit Huber, Leiterin Personalentwicklung und Aus- und Weiterbildung von Sanofi. Auch Provadis-Geschäftsführer Dr. Udo Lemke freute sich mit den beiden Siegerinnen: „Ihr herausragender Erfolg zeigt, dass dank der guten Zusammenarbeit der Ausbildungsunternehmen mit Provadis als Dienstleister eine qualitativ hochwertige Ausbildung geboten werden kann, die auch im internationalen Vergleich spitze ist."

Für die beiden Chemielaborantinnen war nach dem Feiern gleich wieder Lernen angesagt: Die Abschlussprüfungen standen bevor, und einen „Grand-Prix-Bonus" gab es natürlich auch für Kathrin Grau und Sina Wolf nicht. Aber ist die Prüfung für die beiden besten Chemie-Azubis Europas nicht eigentlich eine leichte Übung? „Nein, das kann man nicht miteinander vergleichen. Wir mussten uns genauso intensiv auf die Abschlussprüfungen vorbereiten wie alle anderen Azubis auch", berichtet Kathrin Grau. „Durch die beiden Wettbewerbe kennen wir die Prüfungssituation schon ein bisschen, da kann man vielleicht etwas besser mit dem Druck umgehen und ist nicht so nervös", so Sina Wolf.

1000 Tage Ausbildung: spannend und abwechslungsreich


Das Resümee nach 1000 Tagen Ausbildung fällt für die beiden jungen Frauen sehr positiv aus. „Die Ausbildung hat mir sehr viel Spaß gemacht. Da ich nach dem Abitur etwas Praktisches machen wollte, war das für mich genau das Richtige", sagt Sina Wolf. Auch Kathrin Grau, die als Schülerin ein Praktikum im Industriepark Höchst absolvierte und sich daraufhin für die Ausbildung zur Chemielaborantin entschied, blickt gern auf die vergangenen drei Jahre zurück. „Die Zeit war sehr spannend und durch die Mischung aus der betrieblichen Ausbildung, der Berufsschule und den Provadis-Seminaren auch sehr abwechslungsreich."

Die Verabschiedungsfeier am Donnerstag markierte für die beiden jungen Frauen das Ende eines wichtigen Lebensabschnitts - und eines neuen Anfangs. Beide werden im Industriepark Höchst bleiben: Kathrin Grau wurde bei Sanofi übernommen, Sina Wolf tritt eine Stelle bei der Chemie-Firma Celanese im Industriepark Höchst an. (mm/infra)