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“Der Ursprung des Computers”

Vortrag über Konrad Zuse und seine legendären Rechenmaschinen - Zum 100. Geburtstag des international als einer der frühesten und bedeutendsten Computerpioniere anerkannten Technikers

20.04.10 || altHOFHEIM (20. April 2010) - „Ich bin zu faul zum Rechnen" - mit diesen Worten teilte der 25-jährige Ingenieur Konrad Zuse (1910-1995) seinen Eltern mit, dass er ihr Wohnzimmer benötige, um darin eine neuartige Rechenmaschine zu bauen. Sechs Jahre später, am 12. Mai 1941, wurde dann die erste frei programmierbare Rechenmaschine der Welt, die Z3, offiziell in Betrieb ge-nommen. Es hat vieler hervorragender Wissenschaftler, Ingenieure and Manager weltweit bedurft, um den Computer zu der heutigen Verbreitung zu verhelfen.

Der Vortrag "Der Ursprung des Computers" am Mittwoch, 28. April 2010, um 20.00 Uhr im Stadtmuseum Hofheim (Burgstraße 11), stellt das Werk von Konrad Zuse mit seinen legendären Rechenmaschinen Z1-Z4 (1936-1945) und der Zuse KG vor, die als erste Firma eine kom-merzielle Computerproduktion im Jahr 1949 in Hünfeld bei Fulda begann.

Referent dieses mit Fotos, Animationen und Videos populärwissenschaftlichen Vortrags ist Pro-fessor Dr.-Ing. Horst Zuse, TU-Berlin/Hochschule Lausitz. Horst Zuse, Konrad Zuses Sohn, be-schäftigt sich seit dem Tod seines Vaters im Jahre 1995 mit der Geschichte des Computers, insbesondere natürlich im Umfeld von Konrad Zuse. Er ist ein vielgefragter Referent zu diesem Thema.

Konrad Zuse (1910-1995) wird heute fast einhellig auf der ganzen Welt als Schöpfer des ersten frei programmierbaren Rechners in binärer Schalttechnik und Gleitpunktrechnung, der wirklich funktionierte, anerkannt. Kurzum, er baute den ersten funktionsfähigen Digitalrechner. Heute bezeichnen wir solche Maschinen als Computer.

In dem Vortrag werden die frühen Rechnerentwicklungen aus den USA und UK vorgestellt. Das Werk von Konrad Zuse mit seinen legendären Rechenmaschinen Z1-Z4 (1936-1945) und der Zuse KG, die als erste Firma eine kommerzielle Computerproduktion im Jahr 1949 im Raum Hünfeld bei Fulda begann, wird mit vielen Fotos und Videos aus den 50er Jahren präsentiert. Auch werden seine Ideen zum digitalen Universum, die er 1969 (Rechnender Raum) entwickelte, im heutigen Kontext diskutiert.

Der Eintritt kostet 4,00 Euro, ermäßigt 2,60 Euro, Schüler/Studenten frei. Die Veranstaltung findet zum 100. Geburtstag von Konrad Zuse (1910-1995) im Rahmen der Sonderausstellung „Computerwelten. Vom Abakus zum Avatar" - bis zum 31. Mai 2010 im Stadtmuseum Hofheim - statt. Veranstalter ist der Magistrat der Stadt Hofheim - Stadtmuseum/Stadtarchiv.

altIm Hessenpark ganzjährig: Überblick von den 3000 Jahre alten Vorläufern der Rechner bis heute

Wer sich für Kommunikation im Wandel der Zeit und hier insbesondere für Rechner der verschiedensten Art interessiert ist auch in der Dauerausstellung des Freilichtmuseums Hessenpark gut aufgehoben. Hier sind Rechner Thema der „Funktechnischen Ausstellung. Der Besucher bekommt in der Ausstellung einen Überblick von den 3000 Jahre alten Vorläufern bis heute:

Zu sehen sind Abakus, Rechenschieber und die ersten mechanischen Rechenmaschinen ebenso wie die modernen Miniaturrechner. Die Entwicklung des Computers vom Z1 des Pioniers Konrad Zuse bis hin zum heutigen PC wird ebenfalls mit zahlreichen Exponaten dokumentiert; genau wie die Entwicklung der Datenträger von der Tontafel bis zur modernen Festplatte.

Die Funktechnische Ausstellung ist das ganze Jahr über während der Öffnungszeiten des Museums kostenfrei zugänglich. Von März bis November stehen den Besuchern jeden Sonntag Experten mit Rat und Tat zur Seite. Ansprechpartner rund um die Funktechnische Ausstellung ist Karl Protze, Telefon 06081-13514, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. .

Deutsches Museum München: 100 Jahre Konrad Zuse. Einblicke in seinen Nachlass


Das Deutsche Museum in München führt vom 10. Juni - dem Geburtstag Zuises - bis 22. August im Foyer der Bibliothek eine Sonderausstellung zum 100. Geburtstag von Konrad Zuse durch. Führungen durch die Ausstellung, die bei freiem Eintritt frei zu besuchen ist, finden jeden Mittwoch um 16.00 Uhr statt. Zu der Sonderausstellung erscheint ein Begleitkatalog.

Konrad Zuse, dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr begangen wird, ist heute international als einer der frühesten und bedeutendsten Computerpioniere anerkannt.

altBereits während seines Bauingenieurstudiums hatte er sich mit der Automatisierung der um-fangreichen, routinemäßig auszuführenden statischen Rechnungen beschäftigt. Mit seinen Rechenautomaten »Z3« und »Z4« baute er noch vor 1945 die frühesten frei programmierbaren Rechner im binären Zahlensystem mit Gleitkommarechnung. Mit seinem »Plankalkül« zeigte er früher als andere einen Weg zur algorithmischen und maschinen unabhängigen Programmiersprache sowie zur Software-Entwicklung. Die Verdienste um die Einführung und Verbreitung des Computers in Deutschland, die ihm als Gründer und initiativreichem Leiter der Zuse KG zukommen, sind heute nur wenig bekannt.

Trotz erheblicher Verluste im Zweiten Weltkrieg haben sich im Nachlass Zuses, der heute im Archiv des Deutschen Museums aufbewahrt wird, die zentralen Dokumente zu den vielfältigen Aktivitäten Konrad Zuses erhalten. So finden sich hier die frühesten Ideen und Entwürfe für die von ihm gebauten Rechner, seine Überlegungen zum »mechanischen Gehirn« und zahlreiche wichtige stenografische Notizen, sowie Belege des Schriftverkehrs mit den verschiedenen auf-traggebenden Stellen oder dem Patentamt. Neben bereits bekannten Dokumenten vermitteln oftmals achtlos von ihm beschriebene Blätter einen neuen detailreichen Zugang zu Leben und Werk von Konrad Zuse.

Die Ausstellung zeigt wichtige, darunter bislang unbekannte Schriftstücke aus der Arbeit Zuses. Auch sein zeichnerisches und grafisches Schaffen wird durch ausgewählte Objekte präsentiert. Als faszinierender und schwer zu interpretierender Mittelpunkt der Ausstellung ist das Ergebnis der letzten Arbeitsjahre des Erfinders zu besichtigen: der automatisch ausfahrbare »Helixturm«. (de/mt/kshh/hespark/deumus)

Die Aufnahmen zeigen von oben: Konrad Zuse vor der Z3 Aufnahme, 1985 und Konrad Zuse 1943 am Modell Z4. Mit der Entwicklung des Z3 im Jahre 1941 baute Zuse den ersten funktionsfähigen, frei programmierbaren, auf dem binären Zahlensystem (Gleitkommastellen) und der binären Schaltungstechnik basierenden Rechner der Welt. Nachbau der Maschine Z3, offizielles Foto der Zuse KG 1961. Fotos: Privat-Archiv Dr. Horst Zuse