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Steuben-Schurz-Gesellschaft verlieh Preis für aktive Partnerschaft mit New Braunfels in Texas

Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr 2011 - Stadtrat Becker betonte beim Neujahrsempfanges, dass „Frankfurt ist immer noch die „amerikanischste" Stadt Deutschlands" sei                von Iris und Gert Schmidt

19.01.12 || altFRANKFURT (18. Januar 2012) - Zum traditionellen Neujahrsempfang der ältesten deutsch-amerikanischen Freundschaftsgesellschaft, der Steuben-Schurz-Gesellschaft, hatte die Präsidentin Dr. med. Gräfin Ingrid zu Solms-Wildenfels die Mitglieder und zahlreiche Ehrengäste aus Wirtschaft, Kultur und Politik in das Holzhausenschlösschen in Frankfurt eingeladen, u.a. Stadtrat Uwe Becker, Kämmerer der Stadt Frankfurt am Main, Dr. Bernadette Weyland, Stadtverordnetenvorsteherin Frankfurt, Konsul Prof. Dr. Rüdiger Freiherr von Rosen, Anna Balogh, Vice Consul U.S. Generalkonsulat, Prof. Dr. hab. Ursula-Braun-Moser, Präsidentin Meèrite Europeen und FEWE, Federation of European Women Entrepreneurs, Stefan Freiherr von Wangenheim, Stadtrat, Michael Paris, Stadtverordneter, Dr. Susanne Müller, Cross-Culture Publishing und Wolfgang Keller, Bürgermeister der Stadt Braunfels und seine Delegation.

altStadtrat Uwe Becker, Günter Jacob und Gerhard H. Adam, beide vom Partnerschaftsverein Braunfels, Wolfgang Keller, Bürgermeister von Braunfels, Präsidentin der Steuben-Schurz-Gesellschaft Dr. med Ingrid zu Solms-Wildenfels.

Nach dem herzlichen Willkommensgruß der Präsidentin und Wünschen für das neue Jahr gab sie einen ausführlichen Rückblick auf das erfolgreiche Jahr 2011 der Steuben-Schurz-Gesellschaft. Sie erinnerte an das Zeitgeschehen des vergangenen Jahres und ließ besondere Ereignisse noch einmal eindrucksvoll Revue passieren, z. B. die Reise in die Partner-Region Hessens Wisconsin mit Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens in Milwaukee zwischen zwei deutsch-amerikanischen freundschaftlich verbundenen Gesellschaften und den Besuchen in New York und Chicago und besondere Höhepunkte der Gesellschaft in Deutschland sowie über die Tätigkeiten des Luftbrücken-Komitees, des USA-Internsprogramms, des Dr. Albrecht Magen-Stipendiums sowie der aktiven Damen- und Juniorengruppen. Bei dieser Gelegenheit würdigte sie auch die exzellente Arbeit des Pressechefs, Gunnar Schanno sowie die für die jeweiligen Förderpreise und Organisation der Gesellschaft verantwortlichen Damen und Herren und das gesamte Team..

Stadtrat Uwe Becker: „...ein wunderbares Beispiel der Versöhnung, sich für eine einst feindliche Welt einzusetzen und echte Freundschaften zu stiften"


„Nicht nur auf Moll setzen, sondern mit Mut das neue Jahr beginnen," so Stadtrat Uwe Becker, Amerika-Freund und Amerika-Kenner und Hauptredner des Abends. Auf seinem realistisch dargebrachten Streifzug zog er trotz aller einschneidenden Ereignisse des vergangenen Jahres, die Auswirkung auf die gesamte Welt hatten, wie die Leid bringende und noch andauernde Katastrophe in Fukoshima, der Bankenkrise etc. eine mutige Bilanz. Eine optimistische Vorschau für das gerade begonnene 2012 sei zu verzeichnen wie große Fortschritte in Bezug auf Energiefragen.

Stadtrat Uwe Becker, Kämmerer der Stadt Frankfurt.

Hier nur einige der von Uwe Becker angeführten positiven Aspekte „Wir sind in Frankfurt Weltmeister bezüglich der Umsetzung des Passivhauses. Schulden konnten abgebaut, dadurch neu investiert werden. Die wachsende Metropolregion RheinMain erweiterte sich von 249 km² auf 14.000 km². Deutschland wird weltweit als stabiler Partner anerkannt. Menschen wie Oberst Gail Halvorsen, der „Candybomber" aus USA, VIP-Ehrengast auf der SSG-Thanksgiving Feier im letzten November, bekannt durch seine an kleinen Fallschirmen abgeworfenen süßen Überraschungen für die Kinder im ausgebombten Berlin, prägen die Gesellschaft und geben auch der schrecklichen Vergangenheit an die Erinnerung der Kriegszeit ein menschliches Gesicht! Noch heute ist Gail Halvorsen, über dessen Besuch wir uns immer noch sehr freuen, stellvertretend für seine Kameraden im mutigen Einsatz der einst verbindenden Luftbrücke nach Berlin, auch ein wunderbares Beispiel der Versöhnung, sich für eine einst feindliche Welt einzusetzen und echte Freundschaften zu stiften. Bei Betrachtung unserer Welt kann in einigen Regionen eine großartige Dynamik festgestellt werden, z.B. bei der mit Frankfurt eng verbundenen chinesischen Stadt, die 1979 knapp 30.000 Einwohner zählte und inzwischen zu einer Wirtschaftsmetropole mit 12 Millionen Menschen angewachsen ist."

Stolz verkündete der Redner, „Frankfurt ist immer noch die „amerikanischste" Stadt Deutschlands ist und das Vertrauen zwischen beiden Ländern steht auf einer kontinuierlich soliden Basis. In diesem Jahr fällt nicht nur die Entscheidung, wer in USA die Staatsspitze übernehmen wird, sondern auch die Entscheidung, wer die Geschicke Frankfurts weiter mit sicherer Hand führen wird, steht an.

Steuben-Schurz-Gesellschaft vergab Städtepartnerschaftspreis 2012 an die hessische Stadt Braunfels für gelungene Partnerschaft mit der US-amerikanischen City of New Braunfels in Texas


Ein weiteres Highlight an diesem Abend war die Verleihung des Preises für die aktivste deutsch-amerikanische Städte-/Kreispartnerschaft 2011 und die Überreichung der entsprechenden Urkunde und Schecküberreichung an den Bürgermeister von Braunfels, Wolfgang Keller, für besondere Verdienste der Aufrechterhaltung einer kontinuierlichen lebendigen Partnerschaft mit New Braunfels in Texas. Vor 86 Jahren wurde New Braunfels in USA von engagierten deutschen Auswanderern aus dem hessischen Braunfels gegründet. Seitdem besteht ein enger Kontakt zwischen beiden Städten. Bürgermeister Keller dankte in dem Zusammenhang dem Partnerschaftsverein, auf dem Empfang vertreten durch die Herren Günter Jakob und Gerhard H. Adam für das ständige Engagement und die von ihnen geleistete erfolgreiche städtepartnerschaftliche Arbeit. „Es wird sogar untereinander geheiratet und zum jährlichen „Wurstfest" in New Braunfels trifft sich eine fröhliche deutsch-amerikanische Gesellschaft noch immer in alter Tradition," so Bürgermeister Keller, „das spricht doch für sich selbst angesichts der guten Beziehungen unserer charmanten Fachwerkstadt Braunfels mit New Braunfels inmitten der Texas Hills!"

altDer Braunfelser Bürgermeister Wolfgang Keller, Gerhard H. Adam und Günter Jacob freuen sich über den Scheck über € 1.000. Fotos: Iris G. Schmidt

Zu den Besonderheiten der Partnerschaft gehört, dass sie mit ihrem Gründungsjahr 1925 die älteste offizielle deutsch-amerikanische Städteverbindung ist. Ebenso bemerkenswert ist, dass New Braunfels eine Siedlungsgründung des Braunfelser Amerikareisenden Prinz Carl von Solms-Braunfels im Jahr 1845 war. Heute ist New Braunfels eine wirtschaftlich und touristisch lebhafte Stadt mit nach neuesten Angaben 70 Tausend Einwohnern, darunter viele mit deutschen Wurzeln. Im geographischen Viereck San Antonio-Houston-Austin-Dallas ist New Braunfels die schnellst wachsende Stadt in Texas.

Die Steuben-Schurz-Gesellschaft vergibt den Städte-/Kreispartnerschaftspreis für Verdienste um die deutsch-amerikanische Freundschaft auf kommunaler Ebene. Im letzten Jahr wurde der Main-Taunus-Kreis für seine aktive Partnerschaft mit dem Loudoun County in Virginia ausgezeichnet.

Zum Auftakt des neuen Jahres in der Metropole Frankfurt wiederum ein gelungener erfolgreicher Neujahrsempfang! Der Meinung waren auch die zahlreichen Mitglieder und Gäste der Steuben-Schurz-Gesellschaft, wie den Gesprächen beim anschließenden Beisammensein bei  Häppchen und Getränken den Mitgliedern der Organisation zu entnehmen war. Ein inhaltsreich interessantes Jahr versprechen die Ankündigungen der geplanten Projekte. Näheres unter www.steuben-schurz.org.

Die Steuben-Schurz-Gesellschaft ist die älteste deutsch-amerikanische Freundschaftsorganisation mit Sitz in Frankfurt am Main und Zweiggesellschaften in Berlin, Magdeburg und Potsdam. Durch die Kooperation mit der Hessen-Wisconsin-Society hat die Gesellschaft eine enge Verbindung zu Hessens Partnerstaat Wisconsin.

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