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Offene Türen zeigen am Sonntag nicht nur „Macht und Pracht“ früherer Zeit

Zum „Tag des offenen Denkmals" zeigt sich Geschichte auf vielfältige Weise und wird durch Vorträge und Führungen lebendig           von Ralph Delhees

08.09.17 || altFRANKFURT/RHEINMAIN-REGION (07. September 2017) - Hessenweit können am „Tag des offenen Denkmals" am 10. September unter dem diesjährigen Motto „Macht und Pracht" die verschiedensten Denkmäler besichtigt werden. Dieser Leitgedanke lädt zum einen zur Präsentation von prachtvollen Bauwerken ein, die der Macht in ihrer Zeit Ausdruck verliehen. Zum anderen wollen die Veranstalter historische Gebäude und Stätten zeigen, die auch andere Facetten und gar Gegensätze von Macht und Pracht widerspiegeln. Dazu gehören bewusst nüchtern oder schlicht gehaltene Architekturobjekte ebenso wie Orte, die Machtmissbrauch anmahnen, und Bauten, die an die Armut und Ohnmacht ihrer Zeit und Bewohner erinnern.

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den „European Heritage Days" unter der Schirmherrschaft des Europarats. Seit 1993 öffnen am zweiten Sonntag im September für diesen besonderen Tag selten oder nie zugängliche Kulturdenkmale ihre Türen für ein breites Publikum.

Eine Überraschung: Die Archäologen des Frankfurter Denkmalamtes hatten im August 2016 diese vollplastische Adlerfigur mit Blitzbündel bei Ausgrabungsarbeiten in der Römerstadt gefunden. Es handelt sich dabei um eine Weihegabe. Foto: Ralph Delhees

Nachstehend finden unsere Leserinnen und Leser eine kleine Auswahl der Veranstaltungs- und Besichtigungstermine aus der näheren Umgebung:

Zeitreise  unter dem Thema "Architektur und Wohnen"


FRANKFURT - Das Denkmalamt der Stadt Frankfurt hat für diesen Tag wieder architektonisch und städtebaulich interessante Gebäude und denkmalgeschützte Gesamtanlagen ausgesucht, über die bei den kostenfrei angebotenen Führungen informiert wird. Neben Objekten der Bau-, Garten- und Kunstdenkmalpflege findet auch wieder eine Führung zu einer der bedeutendsten archäologischen Fundstellen im Frankfurter Stadtgebiet statt. Am 10. September bietet das Denkmalamt folgende Führungen an:

altRömischer Tempelbezirk, In der Römerstadt 120, Heddernheim

Ausgrabungen innerhalb der römischen Stadt „Nida" mit Befunden aus dem 1./2. Jahrhundert nach Christus. Treffpunkt und Besichtigung: 11 Uhr an der Baustelle, Führung durch Andrea Hampel, Leiterin des Denkmalamtes. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Das Bild entstand während der Ausgrabungsarbeiten im August 2016. Foto: Ralph Delhees

Wohnsiedlung COLONIE Zeilsheim, Frankenthaler Weg 1, Zeilsheim

Arbeitersiedlung der ehemaligen Hoechst AG. Treffpunkt und Besichtigung: 11 Uhr. Führung durch Heike Kaiser und Janine Sempf, Konservatorinnen des Denkmalamtes. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Projekte des Architekten Wilhelm Berentzen - Rundgang durch die Frankfurter Innenstadt

Wilhelm Berentzen hat die Architektur der deutschen Nachkriegsmoderne mit seinem berühmten „Junior-Haus" nachhaltig geprägt. Ein Rundgang durch die Innenstadt stellt eine Auswahl von Projekten des Architekten vor. Treffpunkt und Besichtigung: Willy-Brandt-Platz, U-Bahn-Eingang oberhalb auf dem Platz, 15 Uhr. Führung durch Lorena Pethig, Konservatorin des Denkmalamtes. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Philosophicum Frankfurt, Gräfstraße 74-76 im Westend

Stahlskelettbau mit nicht ummantelten Außenstützen, nach Entwurf von F. Kramer und W. Dunkel, 1958-60 erbaut, nach jahrelangem Leerstand saniert und baulich ergänzt 2014 bis 2017 unter Stefan Forster Architekten. Uhrzeit: 10 Uhr und 12 Uhr, Anmeldung erforderlich per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. .

Blick auf das Dach des Hauptbahnhofes mit dem Atlas der die Weltkugel trägt. Foto: Ralph Delhees


Bürostadt Niederrad, Schwanheim, Hahnstraße 30-32

Spaziergang durch die „Bürostadt Niederrad". Das Viertel Bürostadt Niederrad wurde ab den 1960er Jahren als monofunktionaler Standort für Konzernzentralen und große Bürohäuser geschaffen. Wie das Bedürfnis nach Macht, Pracht und Repräsentation der ansässigen Firmen seit dieser Zeit bis in die 1980er in gebaute Architektur umgesetzt wurde, lässt sich in der Bürostadt besonders gut erklären. Der Rundgang soll die Entstehungsgeschichte und die Bedeutung der Bürostadt Niederrad im Allgemeinen und einzelner Bauten beleuchten. Beginn ist um 15 Uhr. Führung durch Caroline Hero, Konservatorin des Denkmalamtes. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Hauptbahnhof, Im Hauptbahnhof

Ehemals größter Bahnhof Europas, Empfangsgebäude von H. Eggert, 1883-88. Erweiterungsbauten 1912-24. Umfangreiche Eingriffe in den 1970er Jahren (U-Bahn-Bau) und Sanierungsmaßnahmen in den letzten Jahren und in der Zukunft. Treffpunkt und Besichtigung: 13 Uhr und 15 Uhr. Führung durch Marco Popp, Konservator des Denkmalamtes, und Irmgard Linßen, Deutsche Bahn. Eine Anmeldung ist erforderlich per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. .

Dotationskirchen St. Leonhard und St. Bartholomäus stehen im Mittelpunkt


Das Hochbauamt der Stadt Frankfurt bietet am Sonntag Besichtigungen der Dotationskirchen St. Leonhard und St. Bartholomäus an. „Zu den über 250 denkmalgeschützten Bauten der Stadt Frankfurt gehören aufgrund des Dotationsvertrags von 1803 auch acht in städtischen Besitz übergegangene Kirchen, für deren Unterhalt das Hochbauamt zuständig ist", erläutert Baudezernent Jan Schneider.

altaltAuf die Dächer von Dom und St. Leonhardt  (links)geht es am Sonntag. Unser Bild zeigt einen Blick auf den Dom vom Main aus. Fotso: Ralph Delhees

In diesem Jahr bietet Robert Sommer, Projektleiter und Dombaumeister im Hochbauamt, Besichtigungen der Sanierungsarbeiten am St. Bartholomäus-Dom und in der St. Leonhardskiche an.
Um 15 Uhr führt der Dombaumeister Interessierte auf den gotischen Westturm des St. Bartholomäus-Domes und zeigt den Glockenstuhl der Gloriosa-Glocke und den historischen Dachstuhl des bedeutenden Bauwerks. Die Führung um 17 Uhr führt auf das Baugerüst und stellt die laufenden Dachsanierungsarbeiten an Hauptschiff und Querhaus in den Mittelpunkt.

Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahlen auf jeweils 25 Personen ist der Erwerb von Eintrittskarten im Dommuseum zu den normalen Öffnungszeiten erforderlich. Treffpunkt ist die Domvorhalle, Domplatz 1.

Die St. Leonhardskirche ist die älteste Kirche der Frankfurter Innenstadt und öffnet ebenfalls ihre Türen. Sie wurde 1219 geweiht und wird zurzeit durch das städtische Hochbauamt im Inneren vollständig restauriert. Daher ist eine Besichtigung bis zur Fertigstellung der Arbeiten nur zu dieser Veranstaltung möglich. Zwei Führungen um 11.30 Uhr und 13 Uhr stehen zur Auswahl.

Da die Personenzahl auch hier auf jeweils 25 beschränkt ist, ist eine Anmeldung beim Hochbauamt, Robert Sommer  per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. notwendig. Treffpunkt ist vor der Kirche in der Alte Mainzer Gasse 23.

Bei beiden Angeboten Helmpflicht. Dieser wird für die Besichtigung zur Verfügung gestellt. Auch festes Schuhwerk ist zwingend erforderlich.

Alle Führungen, außer Dom St. Bartholomäus, sind kostenlos. Nähere Informationen zu allen Terminen gibt es auch im Internet unter http://www.hochbauamt.stadt-frankfurt.de . Das gesamte Programm steht unter http://www.tag-des-offenen-denkmals.de zur Verfügung.

„Macht" wo einst die Burg stand und Pracht" des Barock in St. Pankratius


SCHWALBACH am TAUNUS - Den Tag des offenen Denkmals 2017 begeht die Stadt Schwalbach am Taunus schon am Samstag, 9. September, Interessierte an der Ortsgeschichte sind eingeladen zum Treffpunkt um 16 Uhr am Feuerwehrgerätehaus in der Burgstraße im alten Ortsteil zu kommen. Dort, wo bis in die 50er Jahre die Schwalbacher Burg stand, ist der erste Teil des Mottos - Macht - Gegenstand von Ausführungen des Historikers Wolfgang Goos. Danach geht es zur Kirche St. Pankratius in der Hauptstraße, wo Dr. Wolfgang Küper eine kurze Führung mit Würdigung der bescheidenen Barockausstattung der Kirche durchführen wird. Mithilfe einiger Bilder von Prachtexemplaren aus dem Barock soll daran anknüpfend das Thema „Pracht" vertieft werden.

Wieder einmal eine Herausforderung für den Schwalbacher Tag des offenen Denkmals stellte das Motto dieses Jahres „Macht und Pracht". Dazu Stadtarchivar Dieter Farnung: „Macht- und Prachtentfaltung gab es im ehemals ‚Klein-Schwalbach‘ genannten Dorf natürlich nur in sehr engen Grenzen. Doch davon wollten wir uns von der Teilnahme am Tag des offenen Denkmals nicht abhalten lassen. Denn es wäre das erste Mal seit 18 Jahren, dass in Schwalbach keine Veranstaltung zu diesem bundesweiten Ereignis angeboten würde!" Seit Dieter Farnung das Amt des Schwalbacher Stadtarchivars wahrnimmt, also seit 1999, hat die Stadt zu jedem Thema, sei es nun für Schwalbach naheliegend oder doch etwas entfernt, die Gelegenheit ergriffen und zu einer lokalhistorischen Veranstaltung eingeladen. Nicht vergeblich, wie die Resonanz jeweils zeigte.

Hat die Burgruine Eppstein eine Zukunft?


altWas passiert mit der Burg Eppstein am Denkmalstag? Foto: Ralph Delhees

EPPSTEIN - Das entscheiden die Besucher des Denkmaltages am Sonntag um 15 Uhr selbst. Diese Reise geht zurück in das Jahr 1805. Festungsingenieur Tranchot vermisst im Auftrag des französischen Kriegsministeriums mit zeitgenössischen Vermessungsgeräten die Burg Eppstein. Lohnt es sich, die Ruine noch zur Festung auszubauen?

Eppstein hat seine Bedeutung als Stadt verloren und gehört jetzt zum Fürstentum Nassau-Usingen. Dieses kämpfte als Rheinbundstaat auf Seiten Napoleons. Die Burg, als Lazarett und für Einquartierungen genutzt, ist in einem schlechten baulichen Zustand. Der Festungsingenieur erklärt die Strategie der Kriegsführung und überprüft, ob sich ein Ausbau Burg noch lohnen würde. Kann er damit das altehrwürdige Gebäude retten? Schließlich haben die Besucher das Wort und dürfen entscheiden, ob die Burg Eppstein zur Festung ausgebaut oder abgebrochen wird.

altZum Denkmaltag kommt Festungsingenieur Tranchot alias Mark Scheibe im Jahr 1805 und vermisst die Burg. Muss sie abgerissen werden oder hat sie ein Chance zum Ausbau als Festung? Monsieur Tranchot vermisst am Denkmaltag die Burg. Foto: Stiftung Historische Kommission für die Rheinlande 1789-1815.

Zu welchem Ergebnis Monsieur Tracnchot damals kam, wird mit Spannung  durch Dr. Dr. Mark Scheibe von der Stiftung Historische Kommission für die Rheinlande in Zusammenarbeit mit dem Stadt- und Burgmuseum Eppstein an diesem Nachmittag zu erfahren sein. Der Eintritt zur Burg und die Veranstaltung sind am Denkmaltag kostenfrei.

Anschließend bietet sich ein Gang über das Weinfest in der Eppsteiner Altstadt an.

Am 9. und 10. September ist der Eintritt auf die Burg kostenlos. Zu sehen ist die Fahneninstallation „Burgfrieden" von Raul Walch im Rahmen der Kunstbiennale „blickachsen".

Krieg und Frieden in Europa - Was Gräber erzählen


Der Alten Friedhof mit seinen  Gräberfelder die an die Opfer des 1. Weltkrieges und des 2. Weltkrieges erinnern

OBERURSEL - Eine besondere Führung wird im Rahmen des Tages des Tages des offenen Denkmals am 10. September angeboten. Die beiden Stadtführerinnen Angelika Rieber und Maren Horn bieten am Vormittag eine Führung über den alten Oberurseler Friedhof an zum Thema: Krieg und Frieden in Europa - Was Gräber erzählen. Die Führung in Oberursel ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Verein zur Förderung der Oberurseler Städtepartnerschaften und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Der Treffpunkt ist um 11 Uhr am Denkmal für den deutsch-französischen Krieg in der Adenauer-Allee.

Weiter führt der Weg zum Alten Friedhof. Hier erinnern Gräberfelder an die Opfer des 1. Weltkrieges und des 2. Weltkrieges. An anderen Orten werden Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und Christen jüdischer Herkunft, die Opfer des Holocaust wurden, ins Gedächtnis gerufen. Menschen, die an den Verbrechen während der NS-Zeit beteiligt waren, als auch Widerstandskämpfer fanden hier ihre letzte Ruhestätte.

Blick in den  Jüdischen Friedhof in der Altkönigstraße in Oberursel. Fotos (2): Stadt Oberursel

Um 14 Uhr findet eine weitere Führung auf dem jüdischen Friedhof in der Altkönigstraße in Oberursel statt. Die Historikerin Angelika Rieber, Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hochtaunus, wird dort über die Geschichte des Friedhofs und der früheren jüdischen Gemeinde in Oberursel informieren. Der letzte Grabstein erinnert an den 1939 im KZ Buchenwald verstorbenen Alfred Feinberg und stellt damit einen direkten Bezug her zu der antisemitischen Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten.

Vielen Oberurseler ist der 1862 eingerichtete kleine Friedhof unterhalb des Schwimmbades nicht bekannt. Er wird am Tag des offenen Denkmals zwischen 14 Uhr und 15.30 geöffnet sein.

Alt-Fischbach und die Dreifaltigkeitskirche


KELKHEIM-FISCHBACH - Eine Führung durch den alten Ortskern von Kelkheim-Fischbach findet am Sonntag, 10. September, 14:00 Uhr mit Stadtarchivar Dietrich Kleipa statt. Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Bürgerhaus Kelkheim-Fischbach, Rathausplatz. Die Führung von etwa 2,5 Stunden Dauer bietet allen Interessierten die Gelegenheit u.a. die folgenden historischen Stellen kennen zu lernen:

Verlauf des Haingrabens um den alten Ortskern; Fischbachs alte Gassen; Fachwerkhäuser; Ehemaliger Ortsbrunnen und Ehrenmal; Wie kam der „Hanseklingerbrunnen" zu seinem Namen?; Wallfahrtskirche zur Hl. Dreifaltigkeit (1781), ein Kulturdenkmal; Barocke Kunstwerke in der Dreifaltigkeitskirche; Das „Gimbacher Wallfahrtsbild" aus dem Jahre 1717; Der „Roteldisstein", ein Grabstein aus dem 7. Jahrhundert.

Postkutschenzeit wird im Nassauer Hof wieder lebendig


HATTERSHEIM - In Hattersheim findet am Sonntag, 10. September, um 11 Uhr eine Führung unter dem Motto "Die beliebteste Verkehrswirtschaft zwischen Frankfurt und Mainz" durch den Nassauer Hof statt. Dieser hat sich eine prächtige dekorative Raumausstattung erhalten. In dem Gasthaus von 1817 wird die Postkutschenzeit wieder lebendig.

Treffpunkt: Im Nassauer Hof /Ecke Sarceller Straße. Die Führung ist kostenlos, Spenden sind willkommen.

Die komplexe Historie des Frankfurter Hofs


FLÖRSHEIM - Mit einer Veranstaltung nimmt sich Flörsheim am Sonntag um 15 Uhr, dem baulichen Ensemble des in der Hauptstraße 43 gelegenen Frankfurter Hofs an. Treffpunkt der Führung durch den Frankfurter Hof, den Dr. Bernhard Thomas fachkundig leitet, ist im Innenhof des Anwesens. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Zwar galt Flörsheim zu keiner Zeit als prachtvoller Herrschaftssitz, aber der Frankfurter Hof war für einen Flecken wie Flörsheim zu Beginn des 18. Jahrhunderts durchaus ein Zeichen von finanzieller Macht und architektonischer Pracht. Als bedeutendes Weingut gehörte der größte Grundbesitz seiner Zeit zu dieser Anlage. Unter dem Nebengebäude liegt der älteste datierbare Keller Flörsheims (1610) und in einem Anbau konnte die älteste Schildwirtschaft Flörsheims bestimmt werden. Insofern stellt der Frankfurter Hof ein bedeutendes Ensemble mit einer komplexen Historie dar, das von Dr. Bernhard Thomas, Mitglied des Historischen Arbeitskreises Flörsheim, mit einer Führung und einem Vortrag detailliert vorgestellt wird.

Adel, Bürgertum und wohlhabende auswärtige Familien


altDas Luxemburger Schloss unterhalb der Burgruine Königstein, ist heute Amtsgericht. Foto: Stadt Königstein

KÖNIGSTEIN - Zum „Tag des offenen Denkmals" lädt die Stadt Königstein zu einem spannenden Stadtspaziergang mit Stadtarchivarin Beate Großmann-Hofmann ein. Der Weg führt zu repräsentativen, historischen Gebäuden, darunter befinden sich Villen, Bürgerhäuser und öffentliche Gebäude. Sie dokumentieren noch heute den Reichtum und die besondere Stellung ihrer Erbauer. Wie stellten sich also in Königstein Adel, Bürgertum und wohlhabende auswärtige Familien dar? Dieser Frage soll auf dem circa zweistündigen Spaziergang nachgegangen werden.

Die Themenführung startet um 15.00 Uhr an der Kur- und Stadtinformation, Hauptstraße 13a. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

„Von Arnold Böcklin bis Joseph  Beuys"  und  „Ästhetik  als  Machtfaktor"    -    Das Große Glückert Haus öffnet


DARMSTADT - Zu einem Vortragsnachmittag im Großen Glückert Haus begrüßen am Sonntag die stellvertretende Direktorin, Kuratorin und Sammlungskonservatorin Stefanie Patruno sowie die Provenienzforscherin Shammua Maria Mohr vom Institut Mathildenhöhe Darmstadt zu einem Vortragsnachmittag. Zu Beginn gibt Frau Patruno mit ihrem Vortrag „Von Arnold Böcklin bis Joseph Beuys - das Institut Mathildenhöhe und die Städtische Kunstsammlung Darmstadt" einen Einblick in ihre vielfältige Arbeit.

Im Anschluss referiert Frau Mohr zum Thema „Ästhetik als Machtfaktor - Politische Instrumentalisierung von Kunst in Darmstadt 1933-1945". Im Sinne des diesjährigen Mottos „Macht und Pracht" zum „Tag des offenen Denkmals" geht Frau Mohr der Frage nach, ob und wie Kunst als Spiegel politischer Macht fungiert.

Veranstaltungsort ist das Große Glückert Haus, das für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist und 10. September von 16 bis 18 Uhr seine Pforten für interessierte Besucher öffnet. Als einmaliges historisches Denkmal bildet es den idealen Rahmen für das Programm des Institut Mathildenhöhe zum „Tag des offenen Denkmals 2017".

Der Eintritt ist kostenlos. Beginn der Veranstaltung ist 16 Uhr.Um Anmeldung wird gebeten: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

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