In ganz Hessen hat in den vergangenen Tagen die winterliche Witterung nicht nur Kälte und Schnee gebracht, sondern auch ungewöhnlich hohe Feinstaubwerte.
mehr dazu08.02.11 ||
RHEINGAU-TAUNUS-KREIS
(08. Februar 2011) - Wie Landrat Burkhard Albers mitteilt, unterstützt der Kreisausschuss des Rheingau-Taunus-Kreises das Kommuniqué und die Resolution für ein bundesweites Aktionsprogramm gegen
Bahnlärm und Erschütterung. Das Kommuniqué war auf dem Internationalen Bahnlärm-Kongress Mitte November in Boppard von mehr als 40 deutschen und europäischen Initiativen sowie Wissenschaftlern,
Politikern und Experten beschlossen worden. Ausdrücklich fordert der Kreisausschuss - wie auch in der Resolution vermerkt - die Entlastung des Rheintals vom Schienengüterverkehr und spricht sich
weiterhin für die Entwicklung und den Bau einer Alternativstrecke aus. „Das Aktionsprogramm ist der erste Schritt zur engen Zusammenarbeit, um den Bahnlärm und seine Konsequenzen für die Anwohner
endlich in den Fokus der politischen Debatte zu schieben", betonten Landrat Burkhard Albers und der Kreisbeigeordnete Karl Ottes nach der Sitzung des Kreisausschusses.
Der Rheingau-Taunus-Kreis erhalte fast jede Woche neue, erschreckende Informationen, die eigentlich fast als Drehbuch für einen Horrorfilm dienen könnten. Denn durch die von der Bahn AG geplante, beziehungsweise schon umgesetzten, technischen Verbesserungen an der Trasse und dem Stellwerk sowie im Leitsystem werden schon bald viel längere Güterzüge wie bisher und vor allem in immer kürzeren Intervallen durch den Rheingau donnern. „Die Belastungen für die Anwohner nehmen also weiter zu", so Ottes. „Dieses Szenario erhöht die Gesundheitsrisiken und wird zu koronaren Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Herzinfarkten und Schlaganfällen bei Menschen, die entlang der Bahnstrecke wohnen, führen", ergänzt Albers.
Es gehe nun darum, dass Bündnis zu stärken und die im Aktionsprogramm gegen Bahnlärm und Erschütterungen aufgeführten Forderungen durchzusetzen. Doch wird unmissverständlich klar gestellt, dass Bahnlärm krank macht, und dass das Bundesimmissionsschutzgesetz den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden muss. „Es geht also die klare Aufforderung an die Politik in Berlin, endlich zu handeln", so Albers. In der Resolution werden auch konkrete Vorschläge unterbreitet. So fordern die Initiatoren, dass unverzüglich lärmabhängige Trassenpreise einzuführen sind, dass die Umrüstung auf lärmarme Bremsen sofort beginnt, dass die Mittelungspegel-Regelung durch Spitzenpegel-Häufigkeits-Regelung ersetzt wird, und dass der Güterverkehr auf der Schiene künftig außerhalb von Wohngebieten geführt werden soll.
„Jede der Forderungen können wir vorbehaltlos unterschreiben", erklären Albers und Ottes. Es gehe nun darum, gemeinsam die Umsetzung der Forderungen einzuklagen, um die Menschen an der Trasse vor weiteren Belastungen zu schützen. Der Landrat: „Es geht nicht, dass die Bahn AG weiter an der Optimierung der Rheintal-Strecke arbeitet, so als gebe es keinen Protest. Sie will scheinbar nicht auf die begründeten Forderungen der Anwohner und der Initiativen eingehen und deshalb müssen wir verstärkt und vor allem auch lautstark auf unsere Forderungen aufmerksam machen." Es geht um die Gesundheit von Menschen und dies sollte die Bahn AG nicht auf die leichte Schulter nehmen. (cz/lkrtk)
In ganz Hessen hat in den vergangenen Tagen die winterliche Witterung nicht nur Kälte und Schnee gebracht, sondern auch ungewöhnlich hohe Feinstaubwerte.
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