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Eine Region ist dem Krimifieber zum Opfer gefallen

Nach „Morden Frauen anders" kommt das „Apfelkomp(l)ott"

15.01.09 || ERBACH (15. Januar 2009) - Eine Region im Kriminalfieber, so könnte man den Odenwaldkreis benennen, nach Kartoffel- und Schafskrimi wird es in diesem Jahr den Kriminalschreibwettbewerb unter dem Motto „Apfelkomp(l)ott" geben. Aber nicht nur die Schreibwettbewerbe für Jugendliche und Erwachsene sind es, die die kriminalistischen Ideen der Odenwälder freisetzt, sie lassen sich auch inspirieren, wie im vergangnen Herbst. Da hieß es „Morden Frauen anders?" - unter diesem Motto stand das erste Odenwälder Krimifestival, da versammelte sich die gebündelte weibliche Krimi-Energie.

„Mörderische Schwestern" - die „Vereinigung deutschsprachiger KrimiAutorinnen" traf sich zu ihrer Hauptversammlung in der Kreisstadt Erbach .Mehr als 100 Schriftstellerinnen tummelten sich mit gefährlichen Verbrechern der einschlägigen Szene. Nationale und internationale Autorinnen aus der Welt des Krimis hatten Kostproben aus dem mörderischen Literaturbetrieb abgeben. Mit List und Tücke beherrschten sie die kriminelle Szene. Vor diesem Hintergrund hatten aktuelle Ermittlungen zum Ereignis zu der Erkenntnis geführt, dass die Region mit großer Wahrscheinlichkeit dem Krimifieber zum Opfer gefallen ist. Das Krimifestival mit den Schauplätzen Erbach, Bad König und Michelstadt, gemeinsam ausgerichtet von den „Mörderischen Schwestern" und dem Kreisausschuss des Odenwaldkreises, zählte zu den Höhepunkten des Kultursommers Südhessen im Jahr 2008.

Heidi Rehn, Mila Lippke und Eva Maaser lasen den zahlreich gekommenen Gästen im Schloss in Erbach historische Krimis vor. Den Gästen war im Vorfeld schon emfohlen worden, sich zwar in den kriminellen Bann der Autorinnen ziehen zu lassen, sich jedoch davor zu hüten, auch nur einen falschen Schritt zu riskieren - denn diese Frauen morden wirklich anders.

Die erfolgreichen Schriftstellerinnen Gisa Klönne, Sabina Naber und Stefanie Baumm hatten sich als Tatort ein Autohaus im Stadtteil Zell von Bad König ausgesucht. Mit vielen PS gelang es ihnen sie das Publikum mit harten Krimis - Adrenalin fördernd - in die Welt des Thrillers entführen. Diese mörderischen Schwestern versprachen nur eines ganz sicher: Dass sie ganz unberechenbar erscheinen.

Die literarische Spurensuche wurde fortgesetzt mit der „Ladies Crime Night", für die das Hüttenwerk in Michelstadt-Asselbrunn die Tatort-Kulisse bildete. Bettina von Cossel, Brigitte Glaser, Sabine Kornbichler, Ulla Lessmann, Susanne Mischke, Martina K. Schneiders, Gesine Schulz, Susanne Schubarsky und Sabine Deitmer gaben sich dort ein Stelldichein und vermitteln einen Einblick in ihre Bücher und Kurzgeschichten. Die „Ladies Crime Night" blieb spannend bis zum Schluss, denn drei Überraschungsautorinnen sollen das Publikum genau davon überzeugen, dass Frauen anders morden.

Workshops rund ums Schreiben runden das erste Odenwälder Krimifestival ab. Die Angebote heißen „Kreatives Schreiben für Erwachsene" (Dozentin: Jasna Mittler), „Kreatives Schreiben für Kinder von neun bis zwölf Jahren" (Dozentin: Regine Kolpin) und „Vom Schreiben leben" (Dozentin: Ulla Lessmann). (lraowk/wb)