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RMF: Edward Elgars Meisterwerk als Schluss- und Höhepunkt

Eine Vorschau auf Leckerbissen, mit denen der „Sommer voller Musik" seinen 30.Geburtstag feiert           von Britta Steiner-Rinneberg

27.03.17 || altOESTRICH-WINKEL (27. März 2017) - Mit 155 Konzerten an 42 Aufführungsplätzen höchst unterschiedlicher Art wird das in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag feiernde Rheingau Musik Festival seine Besucher festlich empfangen. Michael Herrmann und sein Team haben für das Jubiläumsjahr ein Programm erdacht, das die Gäste mit ebensoviel altvertrauten wie neuen Künstlern und ihren Werken bekannt macht, die alle Festbesucher erfreuen werden. Das ausgezeichnet informierende Programm liegt vor, lässt aber manchen Leser nicht ohne Bedauern feststellen, dass zuweilen mehrere interessante Veranstaltungen am gleichen Tag stattfinden und die Auswahl schwer fallen lassen.

Das hr-Sinfonieorchester unter Leitung Andres Orozco-Estradas. das in der Basilika von Kloster Eberbach mit Werken von Wagner und Berlioz den Auftakt gibt und das mit Edward Elgars „Dream of Gerontius" endende Jubiläumsfestival laden zu insgesamt 150 Konzerten ein, die in der Eberbacher Basilika, in Johannisberg und im Wiesbadener Kurhaus stattfinden. Interessenten wird geraten, sich beizeiten um die erwartungsgemäß rasch verkauften Karten zu kümmern.

Nach der Kinderoper „Odysseus" und dem Bundesjugendballett „Ein kleiner Prinz", mit denen das Festival bereits die Jüngsten zeitig an das weitgefächerte Angebot heranführen und ihr Interesse wecken will, stellt sich der in Russland geborene und in Hannover aufgewachsene Pianist und diesjährige Artist in Residence mit Praeludien und Fugen von Schostakowitsch vor. Einen Tag später ist in der Basilika das Konzert Spirituel mit „Italienischer Chorpracht" zu hören, und danach findet in Schloss Johannisberg das traditionelle Sommerfest mit Feuerwerk statt, der ein Konzert mit Ludwig Güttler und seinem Bläser-Ensemble, das Dover-Quartett únd eine Mozartnacht im Kreuzgang folgen werden.

Auf andere Interessen warten eine Operngala mit Olga Peryatko, ein an Prades erinnernder Abend mit Renaud und Gautier Capucon, ein zweites Lisiecki -Konzert, ein Abend mit den Münchner Philharmonikern unter Valery Gergiev und ein Konzert mit der Gächinger Kantorei. In der Eberbacher Basilika folgen Händels großes Oratorium "Messiah" und Gustav Mahlers „Auferstehungssinfonie" ,die im Wiesbadener Kurhaus aufgeführt wird. Mit dem Starpianisten Grigory Sokolov gibt es dort eine Wiederbegegnung und in Johannisberg einen viel versprechenden Abend mit jungen Meisterpianisten der Russischen Schule.

Wer an der „Steinberger Tafelrunde" nicht teilnehmen kann oder mag, den erwarten in Johannisberg die „Schöne Müllerin", Giesinger und seine tolle Band und im Baken Walter Renneisen mit seiner „Sicht auf Deutschland und seine Hessen". In Schloss Vollrads gibt es ein Schlossfest mit Mario Biondi, in Kloster Eberbach das Pera-Ensemble mit „Carneval Oriental", wenig später einen Abend mit dem Bundesjugendorchester und danach Mendelssohn-Bartholdys „Lobgesang". In der Etviller Kurfürstlichen Burg gibt es für den Nachwuchs ein Sitzkissenkonzert mit Hexentanz und Zaubermusik" ,während die Jazzer Michael Wollny und seine Friends die älteren ins Kurhaus lotsen. Außerdem warten ein Abend mit dem Tonhalle-Orchester Zürich und in der Basilika der Countertenor Andreas Scholl und die Accademia Byzantina auf ihre Besucher.

Ende August gibt es in Johannisberg eine Europäische Marionetten-Gala und Anfang September in der Basilika Mozarts „Requiem" und danach einen Klavierabend, den der Pianist Christian Zacharias S chubert, Ravel und Schumann widmen wird. Als signifikantes Finale des hier nur in bescheidenen Auszügen avisierten Festivals wird am 2. September in Kloster Eberbach noch ein ganz besonderer Abend auf seine Besucher warten: Edward Elgars Meisterwerk, das expressive, hochdramatische Oratorium „The Dream of Gerontius", das der Londoner Philharmonische Chorus zelebrieren und in bester englischer Tradition zu Gehör bringen wird!

Mehr als diese bescheidene Auswahl verrät der Festival-Katalog, den genau zu studieren jedem Interessenten nur zu empfehlen ist!

Karten für die Jubiläumsveranstaltungen gibt es über Tel.efon 0 67 23 - 60 21 70