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Kunst & KulturLiteratur › Frankfurter Buchmesse gratuliert Liu Xiaobo zum Friedensnobelpreis 2010

Frankfurter Buchmesse gratuliert Liu Xiaobo zum Friedensnobelpreis 2010

Liu wird für seinen gewaltlosen Kampf für Menschenrechte in China geehrt

09.10.10 || Frankfurt (08. Oktober 2010) - Die Frankfurter Buchmesse gratuliert dem inhaftierten chinesischen Menschenrechtler Liu Xiaobo und begrüßt die Entscheidung des Nobelpreiskomitees, das am Freitag in Oslo mitteilte, Liu werde für seinen „langen und gewaltlosen Kampf für fundamentale Menschenrechte in China" geehrt.

Der chinesische Schriftsteller und Lyriker Liao Yiwu kommentierte die Preisverleihung. Bei einem Treffen heute mit Juergen Boos, dem Direktor der Buchmesse, sagte Liao, der 2009 trotz Einladung und zahlreicher Bemühungen nicht nach Frankfurt zur Buchmesse reisen durfte: „Ich finde es schön. Liu Xiaobo ist mein Freund, und ich hoffe und glaube, dass dieser Preis ihm hilft, aus dem Gefängnis frei zu kommen." Liu sei sehr bekannt in China - ganz anders als es Peking offiziell darstellt -, allein in den Jahren zwischen 2000 bis zu seiner Verhaftung 2008 habe Liu über 1.000 Schriften verfasst. Kein Krimineller, wie ihn Peking heute nannte, vielmehr ein Philosoph, Literat und Lyriker sei Friedensnobelpreisträger geworden. (kb/pkfrabume)